Mit seiner Veranstaltungsreihe setzt sich der Kulturring zum Ziel, die Lebenswirklichkeit von Menschen unterschiedlicher Altersgruppen in verschiedenen Berliner Bezirken zu bereichern. Dies durch die Vielfalt kulturell und gesellschaftlich relevanter Themen im Spiegel der Literatur.

Betont sei der Erlebnischarakter, den die Texte im mündlichen Vortrag freisetzen. Das einladende Ambiente u.a. öffentlicher Bibliotheken, Galerien und ggfs. weiterer "Spielstätten" in ganz Berlin trägt maßgeblich hierzu bei. Die Bibliotheken sind Begegnungs- und Diskussionsstätten im Bezirk – lebendige Foren in Sachen Kulturgeschehen. Interessierte sind willkommen, die kostenlosen Angebote in ihren Alltag einzuplanen – z.B. die Hilfestellung zur Literaturrecherche vor Ort, wenn es um Reisen, Weiterbildung, Spracherwerb, Präsentationen u.v.m. geht.

Mit den überwiegend live veranstalteten Lesungen in ca. zweimonatigem Rhythmus, ggfs. im Verbund mit Podcasts verbindet sich unser Wunsch, neben den "klassischen" Bildungsinteressierten ein breiteres Publikum im Kiez und über diesen hinaus anzusprechen. Gerade in dieser Zeit ist ein starkes Bedürfnis nach Austausch und Nähe vorhanden, ein spannendes Miteinander ist im Entstehen. Live-Lesungen sensibilisieren für die neue Qualität eines gemeinschaftlichen Erlebens.

Das Literaturprojekt berücksichtigt v.a. Berliner Autorinnen und Autoren der Belletristik, die bereits veröffentlicht haben. Der Kulturring bietet ihnen die Gelegenheit, vermehrt von sich hören zu lassen.

Durch die vertiefenden Beiträge in den Kulturnews (Print und Online) und ggfs. auch die Hinzunahme von Podcasts möchten wir authentische Background-Infos bieten. Literatur wird im Wortsinne "nahe gebracht".

 

Lesungen live oder hören Sie Podcast.

  • 03. November 2022, 10.00 Uhr  Thomas Feibel lenkt den Blick auf jenes, was die Digitalisierung an Chancen und Gefahren für Heranwachsende mit sich bringt. Also auch auf die medienspezifischen Unwägbarkeiten. Feibel leitet das Büro für Kindermedien in Berlin und verleiht seit 2002 den Kindersoftwarepreis TOMMI unter der Schirmherrschaft des Familienministeriums. Autorenlesung in der Wolfdietrich-Schnurre-Bibliothek. 
  • 11. Oktober 2022, 19.00 Uhr  Babet Mader spielt mit ihren Erzähltexten diskussionsfähige Perspektiven zu den Themen Feminismus und Diversität in den aktuellen Diskurs ein. Autorinnenlesung in der Kulturbundgalerie Treptow.
  • 24. August 2022, 19.30 Uhr  Rahel Levin Varnhagen hat sich der Berliner Salonkultur verschrieben. Die begnadete Plauderin will im nachfriderizianischen Berlin "das Leben auf sich regnen lassen" und nimmt gegenüber den illustren Gästen ihres Mansarden-Salons kein Blatt vor den Mund. Autorin Dorothee Nolte liest in der Wolfdietrich-Schnurre-Bibliothek Pankow aus ihrem Anekdotenband: Rahel Varnhagen. Lebensbild einer Salonière.
  • 17. März 2022, 19.30 Uhr Volker Kaminski erzählt in seinem Künstlerroman, wie es talentierten Schriftstellern ergeht, die sich im (Berliner) Literaturmilieu zu behaupten versuchen, ohne lorbeergekrönt auf dem Siegertreppchen zu stehen.  Autorenlesung in der Janusz-Korczak-Bibliothek Pankow.
  • 8. März 2022 Podcast zum Weltfrauentag: "Immer noch Angst vor Virginia Woolf?", eingesprochen von Babet Mader.
  • Januar 2022, Bernd Hesse und Jörg Petzel lesen aus ihren Anekdoten zum 200. Todesjahr des "schwarzen Romantikers" E.T.A. Hoffmann. Ein preußischer Diplomat hielt dem Vernehmen nach bei Hoffmann persönlich gar einen satanischen Pferdefuß für nicht ausgeschlossen.  Jörg Petzel ist Vize-Präsident der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft, Bernd Hesse hat über diesen Dichter promoviert. Autorenlesung in der Kulturbundgalerie Treptow. 
  • November 2021, Axel Barners Passion ist das Reisen ohne touristisches Tamtam. Die interkulturelle Perspektive lässt das Vertraute in neuem Licht erscheinen und bringt das Fremde näher.
  • September 2021, Krimi-Marathon-Mann Stephan Hähnel hat es mit Leuten, die etwas auf dem Kerbholz haben. Rein literarisch natürlich. Das alles liebevoll garniert mit listigem Humor (www.youtube.com/watch?v=5o1S_f-8z30) Hörenswert: Stephan Hähnels "Kampfgans Luise", die ohne viel Federlesens kurzen Prozess mit Diebsgesindel macht.