Repression und sozialer Widerstand in Chile - gestern und heute

 
Santiago, Chile, 07.11.2019, Foto: Nicole Kramm

bis 27.8.2021

Die Gruppenausstellung vereint zwei Generationen von chilenischen Fotograf*innen zum Thema Repression und sozialer Widerstand in Chile: Während der Militärdiktatur Pinochets sowie 2019, als Massenproteste den Weg für eine neue Verfassung bereiteten.
Eintritt frei

Junge Fotografen*innen halten die Tradition der Asociación de Fotógrafos Independientes (AFI) - der Vereinigung Unabhängiger Fotografen während der Militärdiktatur - am Leben, indem sie die Übergriffe von Regierung, Polizei und Militär im heutigen Chile dokumentieren. Seit Ausbruch der Proteste gegen soziale Ungerechtigkeit im Oktober 2019 hat es zahlreiche Menschenrechtsverletzungen gegeben, und dank der mutigen Fotodokumentationen junger Fotografen*innen wird dies nicht in Vergessenheit geraten. Der Initiator der Ausstellung, der Fotojournalist José Giribás M., konfrontiert diese hochaktuellen und intensiven Bilder mit seinen eigenen Fotografien, die er in den letzten Jahren der Militärdiktatur Pinochets, von 1986 bis 1990, aufgenommen hat, als ihn seine journalistische Tätigkeit, viele Jahre nach seiner Flucht ins Exil, in sein Heimatland zurückführte und er dort mit seinen AFI-Kollegen arbeitete.

Fotogalerie FriedrichshainHelsingforser Platz 1, 10243 Berlin

Geöffnet unter Einhaltung aktueller Infektionsschutzbestimmungen,
bitte melden Sie sich telefonisch an: +49 30 296 16 84
(Di, Mi, Fr, Sa 14 bis 18 Uhr, Do 10 bis 20 Uhr)

fotogalerie@kulturring.berlin


Kulturbundgalerie Treptow: Gerhard Oschatz

 
Foto: Gerhard Oschatz

23.08. bis 30.9.2021

Zeichnungen und Illustrationen
Eintritt frei

Wer bei Gerhard Oschatz Bücher sucht, findet sie als Nutzgegenstände vor. Horizontal gestapelt, überlagernd, eng gedrängt, mit Zetteln freigiebig markiert, zwischen ihnen Zeitschriften, Kunstkataloge, alte Rolleikameras, Fotos, Aschenbecher, Grafikmappen. Die Regale sind zum Bersten voll. Ehrfurcht vor güldenen Lederrücken schwappt keine aus den Fächern. »Ich komme von der Buchkunst her«, sagt der Illustrator und langjährige Dozent für Zeichnen und Grafik. »Das Buch an sich ist für mich nicht so verlockend, aber die Kunst darin schon.« Über die Kunst des Zeichnens meint Oschatz: »Leider kann ich es selbst nicht so genau bestimmen, was das ist – ein Zeichner. Er sitzt zwischen vielen Stühlen. Er ist kein Maler, das steht fest, doch er ist frei. Keinesfalls ist er Designer, er muss vielmehr ein Ich-Mensch sein. Er ist kein zeichnender Chronist, das wäre noch zu wenig, doch er ist dichter dran am lebendigen Geschehen als andere Gewerke. Seine Bleistiftspur ist seine Lebenslinie und offen für Veränderung. Das macht sie schneller, manchmal schwerer – je nachdem. Der Zeichner sucht den Zeitgeist und steht doch daneben, so kann er besser sehen und sich sein Urteil bilden. Zeichner sein heißt selbst aussagen, es gibt auch Urteil über ihn! Zeichnen, das ist Wiedergabe, Zeichnen ist auch Kopfgeburt. All das ist die Zeichenkunst!« Gerhard Oschatz, 1944 in Jena geboren, absolvierte eine Lehre als Reproduktionsfotograf, bevor er Kunstwissenschaft an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Humboldt-Universität zu Berlin und später Grafik an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee bei Prof. Werner Klemke studierte. Seit 1970 arbeitet Oschatz als freischaffender Grafiker in Berlin-Prenzlauer Berg. (Quellen: G.O., Till Schröder, Pirckheimer-Gesellschaft, Presseinfo)

Kulturbund TreptowErnststr. 14/16, 12437 Berlin

Geöffnet unter Einhaltung aktueller Infektionsschutzbestimmungen,
bitte melden Sie sich telefonisch an: +49 30 536 96 534
(Mo-Fr 12 bis 16.30 Uhr)

KBTreptow@kulturring.berlin


Built on Fluid Planes + Emily Bland + Malerei + Soloshow

 
Foto: EMILY BLAND - Untitled 556 (2021) Acrylic on canvas - 120 x 160 cm (diptych)

bis 20.8.2021

Emily Bland ist eine britisch-französische Malerin, die sich mit dem Verständnis von Abstraktion beschäftigt.
Eintritt frei. Wir bitten um Ihre Anmeldung mit Zeitangabe unter Tel. 030 516 56 004.

Bland studierte Malerei an der Manchester School of Art. Seit 2012 lebt sie in Berlin und arbeitet seit fünf Jahren in ihrem Atelier in Hohenschönhausen. Blands Arbeiten sind das Ergebnis obsessiven Experimentierens. Ihre umfangreichen Kenntnisse malerischer Techniken führen sie durch wiederkehrenden Aufbau und Zerstörung der Kompositionen bis sich das Werk schließlich selbst enthüllt. Obgleich der Farbauftrag intuitiv erfolgt, sind die Kompositionen stets Ergebnis ausgiebiger Reflexion. Inspiriert sowohl von menschengemachten Strukturen als auch von natürlichen Formen, verinnerlicht Bland den Kontrast zwischen Organischem und Anorganischem, klar und vieldeutig gleichermaßen. Die vorliegende Ausstellung zeigt eine Sammlung neuer Gedanken und Träume, die den Raum zugleich umfangen und ausfüllen. Blands Gemälde konzentrieren sich im Rechteck der Leinwand, die von farbigen Objekten beherrscht wird. Hintergründe drängen nach vorn und scheinen aus dem Bild zu springen, wo sie eine Landschaft voller Konfrontationen und Andeutungen formen. Das Zusammentreffen großer, klarer Flächen und gewundener gestischer Elemente provoziert die Mitwirkung der Betrachter, die eingeladen werden, die spielerischen und verwegenen Formen aufzunehmen. So tritt man hinein in die Welt jedes einzelnen Bildes und wird selbst zu einem wesentlichen Teil bei der Entfaltung der Komposition. Die Betrachter werden somit integraler Bestandteil der Architektur des Gemäldes, indem sie Zusammenhänge erkennen, Elemente vereinen und Verbindungen vermuten. So treten sie in direkten Dialog mit der Malerei, die ihre individuelle Wahrnehmung widerspiegelt und vor den eigenen Augen immer neue Welten entstehen lässt.

GISELA Freier Kunstraum LichtenbergGiselastraße 12, 10317 Berlin

Geöffnet unter Einhaltung aktueller Infektionsschutzbestimmungen,
bitte melden Sie sich telefonisch an: +49 30 51 65 6005
(Mo bis Fr 10 bis 16 Uhr)

gisela@kulturring.berlin


Zwischen Himmel und Hölle - Cartoons von Axel Hörnig

 
lexatoon, Adam und Eva grillen Schlange, Foto: Axel Hörnig

bis 13.8.2021

Eine Ausstellung, dieses Mal in einem etwas anderen Format: Cartoons - witzig und humorvoll, umrahmt mit Skulpturen von Dennis Josef Meseg.
Eintritt frei, Anmeldung erbeten unter Tel. 030 553 22 76 oder Mail an studio@kulturring.berlin

Was verdammt nochmal sind „lexatoons“? Ihre thematische Bandbreite geht von Alltagshumor über Beziehungsthemen bis hin zu Gesellschaftskritik. Dabei achtet der Cartoonist Axel Hörnig alias LEXA darauf, dass die Halbwertzeit nicht allzu kurz ist. Daher beschäftigt er sich weniger mit tagespolitischen Themen. Während Corona hat sich das etwas geändert. Aber dieses Thema kann man auch nicht wirklich mehr als tagespolitisch bezeichnen. Als LEXA in den 1990er Jahren anfing, Cartoons zu zeichnen, arbeitete er noch mit Feder und Aquarellfarben. Um die Jahrtausendwende entwickelte er dann Cartoons mit einem eigenen Stil, die er seitdem „lexatoons“ nennt. Diese zeichnen sich durch einen einfach gezeichneten Strich aus. Die Figuren haben alle lange, dünne Hälse und Köpfe sowie riesige Nasen und Füße. Die männlichen Figuren sind zumeist nur mit drei Haaren auf dem Kopf versehen. Eine Besonderheit hat sich dabei im Laufe der Jahre entwickelt. Da zu Beginn der Arbeit an einem lexatoon oft noch niemand weiß, ob der fertige Cartoon letztendlich im Hoch- oder Querformat verwendet wird, werden die lexatoons mittlerweile quadratisch angelegt. Mit genügend Platz zu den Rändern kann man die fertige Arbeit im Nachhinein so in jedem beliebigen Format verwenden. Axel Hörnig absolvierte 1980 eine Ausbildung zum Schriftsetzer, da war die Welt noch analog. Zehn Jahre später revolutionierten die Computer auch die Arbeitswelt im Druckgewerbe. Nach einem Jahr Weiterbildung zum DTP-Fachmann folgten fünf Jahre in der Werbeagentur „Die Zehlendorfer“. 2001 absolvierte er eine Weiterbildung zum Multimedia-Projektmanager. Seitdem betreut er auch als Freiberufler unter dem Lable „lexaart“ eigene Kunden. Nebenher frönt er seit dem Jahr 2000 seinen „lexatoons“.

Studio Bildende KunstJohn-Sieg-Straße 13, 10365 Berlin

Geöffnet unter Einhaltung aktueller Infektionsschutzbestimmungen,
bitte melden Sie sich telefonisch an: +49 30 553 22 76
(Mo-Fr 10 bis 18 Uhr)
sbk@kulturring.berlin


Anders sehen

 
Foto: Hajo Blank

bis 15.10.2021

Fotografie & Texte von Hajo Blank.

Fotofantastics und fotostracts nennt der Bildkunst-Designer seine neuen fotokünstlerischen Arbeiten, in denen er die Wirklichkeit auf ungewöhnliche Weise verwandelt. Ihn interessiert weniger die ästhetisierte oder perfektionierte Wiedergabe erwarteter oder ersehnter Wirklichkeit. Viel mehr fasziniert ihn ein erweiterter Blick auf die Dinge, der uns intuitiv neu sehen, empfinden und auch denken lässt. Hajo Blank, geboren in Berlin/Brandenburg, studierte Kunst und Design an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Er arbeitete als Produkt- und Kommunikationsdesigner mit den Schwerpunkten Zukunftsdesign und Designtheorie, als Szenograf, Ausstellungsdesigner und als bildender Künstler. Studienreisen führten ihn nach Äthiopien, Peru, Guatemala, Marokko, Malaysia, Indien und China. Als Autor, Illustrator und Fotokünstler veröffentlichte er in 15 Verlagen mehr als 50 Bücher.

Kulturküche BohnsdorfDahmestraße 33, 12526 Berlin

Geöffnet unter Einhaltung aktueller Infektionsschutzbestimmungen,
bitte melden Sie sich telefonisch an: +49 30 67 89 61 91
(Mo-Do 12 bis 18 Uhr)

bohnsdorf@kulturring.berlin


Postversand durch‘s Virenland

 
"o.t." Mischtechnik, 2020 (links), "Verflechtungen", Fotos, 2020 (rechts), Abb.: Kordula Kral (links), Michaela Nasoetion (rechts)

bis 9.9.2021

Mail-Art Ausstellung des Graphik-Collegium Berlin e. V. im Atelier.
Eintritt frei

Angesichts pandemiebedingter, massiver Einschränkungen, die auch unseren geregelten Werkstattbetrieb lahmgelegt haben, stellten sich uns zwei Fragen: Wohin mit der eigenen Kreativität? Und: Wie lässt sich diese zur Kontaktpflege nutzen? Unsere Wahl fiel auf die altgediente – in Künstlerkreisen aber nach wie vor geschätzte – Postkarte! Ein überschaubares Format, auf dem auch mal neue Ausdrucksmöglichkeiten und Ideen ausprobiert werden konnten. Dabei dürfte die Postkarte vor allem einer jüngeren Generation in etwa so geläufig sein wie ein Schwarz-Weiß-Fernseher oder ein Telefon mit Wählscheibe. Lassen Sie sich überraschen von einer kleinen Schau, die die Ergebnisse dieser Aktion dokumentiert.

Studio Bildende KunstJohn-Sieg-Straße 13, 10365 Berlin

Geöffnet unter Einhaltung aktueller Infektionsschutzbestimmungen,
bitte melden Sie sich telefonisch an: +49 30 553 22 76
(Mo-Fr 10 bis 18 Uhr)
sbk@kulturring.berlin


Jutta Göricke - Das tut der Seele gut

 
Jutta Göricke, Foto: Andre Osbahr

bis 27.8.2021

Die Hobbymalerin Jutta Göricke stellt Bilder in Aquarell-, Acryl- und Ölmalerei aus.
Eintritt frei

Jutta Göricke kennt keine Langeweile. Geradezu unerschöpflich ist ihr Ideenreichtum. Da sie sich in den unterschiedlichsten Handarbeits- und Basteltechniken gut auskennt und vielen kreativen Ideen aufgeschlossen ist, fällt ihr immer etwas Neues ein. Schon bei ihrer Oma durfte sie oft basteln, der Opa zeigte ihr sogar, wie man Radios repariert. Das geschickte kleine Mädchen baute sich aus Kartons eine Puppenstube, „sogar mit Gardinen!“, wie sie heute lachend erzählt. 1939 in Karow im Bezirk Pankow geboren, ist Jutta Göricke eine waschechte Berlinerin. Hier ist sie aufgewachsen, hat eine Lehre zur Zerspanungsfacharbeiterin absolviert, geheiratet, zwei Söhne bekommen und war immer berufstätig. Ihre Arbeit als Maschineneinrichterin hat ihr Spaß gemacht. Dass sie einmal ihren geliebten Heimatbezirk verlassen würde, hat sie nie für möglich gehalten. Doch so manches ändert sich im Leben. Nun wohnt sie bereits mehr als 25 Jahren in Hellersdorf und fühlt sich sehr wohl. Das Malen lernte sie im Pestalozzi-Treff. Zunächst waren es Bilder in Aquarelltechnik, dann kamen Acryl- und Ölmalerei hinzu. Für Handarbeiten, wie Kunststricken, Hardangerstickerei, Makramee oder Perlenstickerei, begeistert sie sich ebenfalls. Doch auch Basteleien machen ihr Freude, egal ob sie Weihnachtsgestecke anfertigt, Laternen oder schöne Dinge in Serviettentechnik gestaltet. Anregungen bekommt sie aus Büchern, Zeitschriften und dem Internet, vieles hat sie sich allein beigebracht. Gern macht sie mit ihren Exponaten anderen Menschen eine Freude. Von sich sagt Jutta Göricke: „Ich habe einen hohen Anspruch an mich selbst, alles muss perfekt sein!“ (Dagmar Steinborn)

MAXIE-Treff der WG Wuhletal eGMaxie-Wander-Straße 56/58, 12619 Berlin

Geöffnet unter Einhaltung aktueller Infektionsschutzbestimmungen,
bitte melden Sie sich telefonisch an: +49 30 22 35 61 27
(Mo bis Fr 8 bis 15.30 Uhr)

maxie-treff@kulturring.berlin


Wir waren Nachbarn - Biografien jüdischer Zeitzeugen

bis 31.12.2021

Biografische Ausstellung über die Lebensgeschichten ehemaliger jüdischer Bürgerinnen und Bürger aus Schöneberg und Tempelhof - Kooperationsprojekt des Vereins "Frag doch! Verein für Begegnung und Erinnerung", der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, des BA Tempelhof-Schöneberg und des Kulturring in Berlin e.V., Mo-Do sowie Sa und So 10 bis 18 Uhr, Begleitprogramm: www.wirwarennachbarn.de
frei


Rathaus SchönebergJohn-F.-Kennedy-Platz, 10825 Berlin

Isole - Inselwelten


STAZIONE DI PADOVA


Marie-Charlotte Nouza: Children of the Night - Neue Bilder


"b i l d e r aus dem p a p i e r k o r b" Hermann Ulrich Schreiber / HUS


Gallery Weekend


Regionale Geschichten - Frische Luft. Jutet Wetter. Sonne scheint.


Abschied - Graphik und Collagen von Gisela Grade


Aquarelle und anderes - Neues von den Mittwochsmalern


2. Internationale DaDa-Messe - Malerei, Zeichnung, Collage, Skulptur


Symmetrie verlassener Funktion


Kulturbundgalerie Treptow: 100 Jahre Groß-Berlin


Galerie im Club: ladies in jazz


Repression und sozialer Widerstand in Chile - gestern und heute


Feryel Atek: Schlafende Erinnerung / Sleeping memory


Bilder von Tatiana Kan