Heimaten

 
Eigenbedarf, Foto: Rick Andersson

bis 15.3.2024
12 Fotoreportagen aus dem Photocentrum Kreuzberg

Der Begriff „Heimat“ ist zwiespältig, widersprüchlich und nicht eindeutig. Er kann auch nicht in alle Sprachen übersetzt werden. Es gibt auch den Ausdruck „zweite Heimat“ - also gibt es mehrere „Heimaten“. „Heimat“ wird oft als Ort oder eine Gegend verstanden, wo man geboren und aufgewachsen ist oder wo man lebt. Für viele Menschen existierte dieser Ort nie, sie mussten ihn verlassen oder er wurde ihnen genommen. Die Absolvent:innen der Reportagefotoklasse unter Leitung der Fotojournalistin Ann-Christine Jansson am Photocentrum der Gilberto-Bosques-Volkshochschule kommen aus verschiedenen Ländern, einige auch aus dem Osten und Westen Deutschlands. Für jeden bedeutet „Heimat“ - oder auch „zu Hause“ - etwas Anderes. Dabei ist nicht nur der Ort, an dem man geboren und aufgewachsen ist, wichtig, sondern auch die emotionale Bindung, von Geborgenheit bis zu Ausgrenzung und Verdrängung. Die Arbeiten der Fotograf:innen zeigen vielseitige Aspekte davon, wie „Heimaten“, oder besser „zu Hauses“ erlebt werden. Erzählt werden die unterschiedlichsten Facetten von Menschen in ihren persönlichen "Heimaten" und aktuellen Lebenssituationen. Rick Andersson Eigenbedarf Zuzana Babiakova Heimat mit bitterem Beigeschmack Kostas Beis Athen mon amour Beata Böttcher-Sisak ...in der Schwebe Michael Eun Meine Heimat-Weisse Stadt Birgit Hampel wo ankommen Andreas Helle Heimatmacher Britta Indorf Apfel weit vom Stamm Jonas Gottfriedsen Bleibe Barbara Martz Hjemby – Heimatstadt Anna Pawlicki Mutterschiff Felix Stridde Neuland- Barbazan Zur Ausstellung erscheint ein Katalog. Das Photocentrum - der Bereich Fotografie der VHS Friedrichshain-Kreuzberg - ist seit mehr als 30 Jahren für seine Lehre über die Grenzen Berlins hinaus bekannt - als erfolgreiche Ausbildungsstätte für künstlerische Fotografie jenseits der Universitäten. In den 1970er Jahren begründete Michael Schmidt hier seine legendäre "Werkstatt für Photographie". Das Photocentrum wurde mit dem Bildungspreis der Deutschen Gesellschaft der Photographie (DGPh) ausgezeichnet.
Fotogalerie FriedrichshainHelsingforser Platz 1, 10243 Berlin

Di, Mi, Fr, Sa 14 bis 18 Uhr, Do 10 bis 20 Uhr
+49 30 296 16 84 fotogalerie@kulturring.berlin

Wir waren Nachbarn

 
Foto: Wir waren Nachbarn

bis 31.12.2024
Biografien jüdischer Zeitzeugen

Biografische Ausstellung über die Lebensgeschichten ehemaliger jüdischer Bürgerinnen und Bürger aus Schöneberg und Tempelhof - Kooperationsprojekt des Vereins "Frag doch! Verein für Begegnung und Erinnerung", der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, des BA Tempelhof-Schöneberg und des Kulturring in Berlin, Mo-Do sowie Sa und So 10 bis 18 Uhr, Begleitprogramm: www.wirwarennachbarn.de
Rathaus SchönebergJohn-F.-Kennedy-Platz, 10825 Berlin

Irrgarten

 
Wineshop, 2023, Foto: Álvaro Sendra González

bis 5.4.2024
Malerei und Digitalcollage von Álvaro Sendra González.

Immer innerhalb der Figuration zeigt der Künstler ein Mindmap von Gemälden und digitalen Collagen, bei denen das erzählerische Element eine wichtige Rolle spielt, ohne dabei aufdringlich gegenüber dem Betrachter zu sein. Seine Themen drehen sich um toxische Maskulinität, soziale Isolation und die ultraneuen (digitalen) Formen des Turbo-Kapitalismus. In seinem Werk lassen sich vielfältige Einflüsse spüren: die surrealistische Malerei, die byzantinische Miniaturmalerei, die realistische Literatur, niederländische Tableaux, Underground-Comics und Filme, die Malerei der Leipziger Schule sowie der Expressionismus. Dies verleiht seinen Werken gleichermaßen einen altmodischen und zeitgenössischen Aspekt. Inspiriert von der Idee des Wandels gestaltet der Künstler für diese Ausstellung einen Irrgarten, in den man eintauchen kann – ähnlich den Flaneuren, die sich in der Großstadt verlieren, um sich selbst wiederzufinden.
Studio Bildende KunstJohn-Sieg-Straße 13, 10365 Berlin
Mo, Di, Fr 10 bis 16 Uhr, Mi, Do 12 bis 18 Uhr
studio@kulturring.berlin


Vorschau

Grüße von nah und fern 
Abb.: Monika Hipfel

11.03. bis 30.5.2024
Vernissage: 7.3., 18 Uhr
Grafik / Malerei / Textil von Pia Szur und Monika Hipfel
Monika Hipfel, Künstlerin und Textilgestalterin aus Berlin-Treptow Pia Szur, Künstlerin und Grafikdesignerin aus Berlin-Treptow Beide Künstlerinnen kennen sich seit vielen Jahren aus der „Werkstatt für künstlerische Lithographie Berlin-Treptow“. Dort arbeiten Künstler verschiedenster Stilrichtungen aus aller Welt in den Techniken Lithographie, Tiefdruck (Radierung, Aquatinta) und Hochdruck (Holz- und Linolschnitt). Es ist auch ein kreativer Treffpunkt, wo sich Künstler und Künstlerinnen für gemeinsame Ausstellungen zusammenfinden, um ihre Werke zu veröffentlichen. Die Natur ist für beide Künstlerinnen Anregung für ihre Motive, die jede auf ihre Weise und in verschiedenen Techniken umsetzt. Gestaltungsprozesse und technische Kenntnisse, sowie Erfahrung mit den Techniken sind die Voraussetzung für ihr bildnerisches Schaffen. Sie finden jeweils Ihre Methoden, Formen, Farben und Stimmungen, um das Bild aufzubauen und die Motive festzuhalten. Wir zeigen hier Grafiken und Malereien von Impressionen aus der Natur – nicht als Abbild, sondern parallel zur Natur, aus der Nähe und aus der Ferne.

Kulturküche Bohnsdorf

Aufmerksam lauernd 
Katrin-Salentin, Fluchtverfolger/Spielgefährten, 2023, Digitale Collage, Foto: Katrin Salentin

16.03. bis 19.4.2024
Vernissage: 15.3., 19 Uhr
Ausstellung mit Katrin Salentin - Analoge und digitale Collage, Teresa Casanueva - Animation und Grafik Die Galerie öffnet zusätzlich am Sonntag, 24. März, 14 bis 18 Uhr
Katrin Salentin arbeitet mit Versatzstücken aus zeitgenössischen Modemagazinen und Werbematerial des alltäglichen Bedarfs. Ihr Unbehagen und Zweifel über die Wirklichkeit des Abgebildeten bewegt die Künstlerin, aktiv zu werden. Sie defragmentiert das Gesehene. In Szene gesetzte Fleischwaren sowie unverhüllte weibliche Hautpartien sind Inspirationsquelle. Salentin setzt Segmente beider Quellen nicht nur analog neu zusammen, sondern manipuliert sie digital mittels typischer Bildbearbeitungswerkzeuge. Sie verzerrt, dupliziert, radiert aus und ändert die Farbigkeit. So entsteht ein eigenes künstlerisches Vokabular. Die Künstlerin vermixt und verwebt das entstandene Bildmaterial und kreiert monsterhaft surreale Figuren, die sie dann in landschaftsartigen Bildräumen erscheinen lässt. Teresa Casanueva arbeitet mit den Medien Zeichnung, Malerei, Grafik, Objekt und Animation., die sie parallel und gleichberechtigt nutzt. In ihrer Bildsprache begegnen sich grafische und organische Formen, Abstraktes und Figuratives. Bereits 2019 zeigte der Freie Kunstraum Objekte und Grafiken von ihr. In Casanuevas Animationsfilm erzählen zwei Figuren aus der Ich-Perspektive fiktive Lebensgeschichten zweier Generationen. Die Figuren vermitteln konkrete Botschaften. In dem gezeigten Film weist die Künstlerin auf die autoritär unmenschlichen Verhältnisse ihres Heimatlandes hin. Das Projekt entstand mit der ebenfalls aus Kuba stammenden politische Aktivistin Tania Tasé. „Diese Animationen sind mir eine Herzensangelegenheit in dem tiefen Bedürfnis die Lage meines Landes Kuba zu vermitteln.“ Teresa Casanueva

GISELA Freier Kunstraum Lichtenberg

Der Himmel kann warten 
Cover des Buches, Foto: Oleksandra Bienert

19.03. bis 31.5.2024
Fotografin: Oleksandra Bienert
DER HIMMEL KANN WARTEN Der Stadtteil Marzahn NordWest am Stadtrand von Berlin, angrenzend an das Bundesland Brandenburg, war der zuletzt fertiggestellte Bauabschnitt der einstigen größten Plattenbausiedlung Europas: Berlin-Marzahn. In diesem Stadtteil organisierte sich vor mehr als 10 Jahren das Netzwerk „Gemeinsam STATT EINSAM“. In diesem Netzwerk sind alle Institutionen, Vereine und Ehrenamtliche vereint, die sich der Arbeit mit Älteren vor Ort widmen. Aus diesem Netzwerk heraus entstand die Idee für das Fotoprojekt: DER HIMMEL KANN WARTEN. Gemeinsam mit unseren Netzwerkpartnern „Mobile Stadtteilarbeit“, der degewo, die das Projekt mit einer großzügigen Spende unterstützen sowie der Kiek in – Soziale Dienste gGmbH entschieden wir uns, im Rahmen des Netzwerkes der Wärme Menschen aus dem Stadtteil ihre persönlichen Glücksmomente reflektieren zu lassen. 33 Frauen und Männer ließen sich von unserer Fotografin Oleksandra Bienert ablichten, sodass daraus beeindruckende Porträts entstanden sind. Im Gespräch mit Marion Baumann erzählten die Porträtierten von ihren berührenden Glücksmomenten. Entstanden ist diese wunderschöne Fotoausstellung, die auch dokumentiert: MAN IST NIE ZU ALT, UM GLÜCKLICH ZU SEIN. Danke an alle, die dieses Projekt möglich gemacht haben. Besonderer Dank gilt den Zuwendungsgebern: der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales und dem Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf im Rahmen des „Netzwerkes der Wärme“ sowie der degewo Marzahner Wohnungsgesellschaft mbH.

Berliner Tschechow-Theater

Unterwegs mit Farben 
Gerbera in blau, Acryl auf Leinwand, ©: Mandy Moll

26.03. bis 24.5.2024
Ausstellung im Atelier: Teilnehmende des Montagsmalkurses, unter Leitung von Erika Krausnick geben Einblicke in ihre künstlerischen Arbeiten.
Im kreativen Prozess zwischen Leben, Kunst und Persönlichkeit zeigen die Ausstellenden was sie im Innersten bewegt und beeindruckt. Nicht die perfekte Malerei steht im Focus, sondern der Mut zum Ausdruck, Spontaneität und zum Loslassen und all dies ins Bildnerische umgesetzt. Wer die Öl- und Acrylmalerei erst einmal für sich entdeckt hat, ist fasziniert von der Intensität der Pigmente, der unglaublichen Tiefenwirkung und deren vielen Möglichkeiten. So erwarten den Besucher:innen Bilder, die auf besondere Weise spannende und vielseitige Ausdrucksformen zu verschiedenen Themen zeigen.

Studio Bildende Kunst

Rhythm and Blue 
Foto: Johanna Grotzke

13.04. bis 24.5.2024
Vernissage: 12.4., 18 Uhr
Die Künstlerin Johanna Grotzke zeigt in der Ausstellung "Rhythm and Blue" ihren Blick auf den menschlichen Körper und seine Bewegungen in den facettenreichen Medien Druckgrafik, Collage und Zeichnung.
Die Ausstellung "Rhythm and Blue" untersucht den Zusammenhang zwischen der Bewegung des Körpers und den emotionalen Nuancen, die sie begleiten. In einer Mischung aus Druckgrafik, Collage und Zeichnung als Ausdrucksmittel schafft jedes Werk eine Symbiose aus Linien und Formen, die die Betrachter*innen dazu einlädt, den darin eingefangenen tänzerischen Bewegungen und dem Rhythmus des Lebens nachzuspüren.

Studio Bildende Kunst

Balance – Arbeiten von Rasema Santic 
Tanz auf dem roten Teppich, Abb.: Rasema Santic

19.04. bis 23.5.2024
Vernissage: 18.4., 19 Uhr
Laudatio: Heinrich Jenns
Finnissage: 23.5.2024, , 19 Uhr
Rasema, geb. 1957 im ehemaligen Jugoslawien, lebt und arbeitet seit dem Jahr 2000 in Berlin.
Rasema stammt aus Jugoslawien. In Modrica, nahe der jugoslawischen Grenze, musste die Kunstlehrerin 1992 vor der heranrückenden serbischen Armee fliehen, zunächst nach Zagreb. Bald fand sie in Graz Aufnahme und arbeitet seit dem Jahr 2000 in Berlin. 2019 wurde sie mit einem Stipendium der Senatsverwaltung für Kultur und Europa bedacht. Ihre Gemälde handeln zunächst von Themen der Nachkriegszeit, vom Verlassen der Schutzkeller, vom ungesühnten Nachleben der Täter, von der Identifikation der Opfer, von der Trauer an ihren Gräbern und von der Wut der Mütter. In Berlin kamen Studien der ozeanischen Skulpturen und expressionistischen Sammlungen hinzu, hellten schließlich die Palette auf und rückten das Thema einer selbstgewissen, stark auftretenden Weiblichkeit in den Vordergrund.

Kulturhaus Baumschulenweg

Sehen ist nicht so einfach wie Schauen 
Foto: Philipp, 2021, Copyright David Pollmann

27.04. bis 31.5.2024
Vernissage: 26.4., 18 Uhr
Laudatio: Heinz-Hermann Jurczek
Fotographie von David Pollmann
Die Ausstellung zeigt ausgewählte Handabzüge aus der Dunkelkammer von David Pollmann (*1984). David Pollmann: „Die Zeit in der Dunkelkammer bedeutet für mich immer auch eine Auszeit vom Alltag. Zeit zum Nachschärfen.“ Scharf gestellt werden zumeist Aufnahmen aus dem Berliner Stadtraum.

GISELA Freier Kunstraum Lichtenberg

Alle Videos in einer Playlist auf YouTube ansehen.