StadtWandel – alles anders?

 
Cinema Corona_NeuesOff, Foto: Lars Bauer

bis 26.2.2021

Corona Pandemie - Abschlussarbeit des Lehrgangs in Reportagefotografie am Photocentrum der Gilberto- Bosques-Volkshochschule Friedrichshain-Kreuzberg. Konzept und Leitung: Ann-Christine Jansson, Fotojournalistin.
Eintritt frei

Fotoreportagen zur Corona Pandemie in Berlin. Ein Katalog ist geplant. Die Ausstellung ist die Abschlussarbeit des Lehrgangs in Reportagefotografie am Photocentrum der Gilberto-Bosques-Volkshochschule Friedrichshain-Kreuzberg. Konzept und Leitung: Ann-Christine Jansson, Fotojournalistin. Das Photocentrum der VHS steht in einer langjährigen Tradition engagierter, anspruchsvoller Fotografie. Ausgehend von der von Michael Schmidt gegründeten Werkstatt für Photographie (1976-1986), findet sich die Haltung zur Fotografie als persönliche, künstlerische Ausdrucksmöglichkeit für alle Teilnehmenden in dem heutigen Programm als zentrales Motiv wieder. Die Reportagefotografie ist dabei die Königsdisziplin in der journalistischen Fotografie und eine interessante und spannende Herausforderung. Die Lehrgangsteilnehmer lernen, über die Menschen und ihre sozialen Verhältnisse fotografisch zu berichten, auf fremde Menschen zuzugehen, sich einzulassen und auf unvorhergesehene Situationen zu reagieren. Aktuelle Themen werden recherchiert und diese selbstständig visuell umgesetzt, Bilder editiert, die eigene Bildsprache weiterentwckelt und dabei vermittelt, wie persönliche Standpunkte in den Bildern gezeigt werden können.

Fotogalerie FriedrichshainHelsingforser Platz 1, 10243 Berlin

+49 30 296 16 84fotogalerie(at)kulturring.berlin

2. Internationale DaDa-Messe - Malerei, Zeichnung, Collage, Skulptur

 
Sandmann, 2006, Öl/Lwd. 115 x100 cm, Abb.: Khane, Zaucker

bis 8.3.2021

Inge Gräber, Heinz-Hermann Jurczek, Gerhard Zaucker and 27 friends. Eine Hommage an die 1. DaDa-Messe vor 100 Jahren in Berlin.
Eintritt frei

Im Herbst 1920 veranstalteten Raoul Hausmann, George Grosz, Hanna Höch, John Heartfield u.a. die erste internationale DaDa Messe in Berlin. DaDa wurde 1916 von Exilkünstlern wie Hugo und Emmy Ball, Tristan Tzara, Hans Arp, Sophie Taeuber u.a. in Zürich entwickelt und kam über Richard Huelsenbeck nach Berlin und später auch nach Paris, und schließlich wurde es eine weltweite Kunst-Bewegung. ... Man veranstaltete vor 100 Jahren in der Galerie Dr. Otto Burchard am Lützowufer 13 in Schöneberg die 1. Internationale DaDa Messe. Wobei diese Bezeichnung eine DaDamäßige Übertreibung darstellte, denn die Künstler verfolgten eher die Idee, dem gängigen Kunstbegriff mit DADA eine eigene Note zu geben. So stellten sie auch Kinderzeichnungen aus und Kunst von nichtprofessionellen Künstlern, ebenso wie eigene Werke, Werke von französischen Künstlern wie etwa Picabia. Die derzeit weltweit 40 Kriege werden relativiert durch die Ankündigung des größten aller denkbaren Kriege, nämlich des Kriegs der Menschen gegen ihre natürlichen Lebensvoraussetzungen. Umwelt und Klima entwickeln sich zunehmend zu einer Bedrohung im Weltmaßstab. Die aktuelle Situation in Berlin ist der in Zürich 1916 nicht unähnlich. Viele zehntausende Asyl- und Wirtschaftsflüchtige sind in der Stadt, sehr viele Künstler aus aller Herren Länder, insbesondere in Lichtenberg. Unsere 2. Internationale Dada-Messe soll daran anknüpfen und ein hundertjähriges Jubiläum sein, eine Ausstellung von zeitgenössischen Künstlern, die sich Dada verpflichtet fühlen oder auch nicht. Eine Erinnerung an einen Wendepunkt in der Kunst, an eine Künstlergeneration, die sich sagte, dass nach dem Horror des ersten Weltkriegs man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen könne. Und so ist auch heute ein Zeitenbruch zu spüren, der naturgemäß auch die Kunst einschließt.

GISELA Freier Kunstraum LichtenbergGiselastraße 12, 10317 Berlin

+49 30 51 65 6005gisela(at)kulturring.berlin

Symmetrie verlassener Funktion

 
Foto: D-M Heinzelmann

bis 26.2.2021

Fotografien von Dirk-Martin Heinzelmann. Ein visueller Essay über Teile des operativen Stasi-Komplexes in Alt-Hohenschönhausen. Das Corona- Jahr 2020 nutzte Dirk-Martin Heinzelmann, um die direkte Umgebung seines Ateliers in Alt-Hohenschönhausen, einen ehemaligen Stasi-Komplex, visuell zu untersuchen. Die Ausstellung wird an den Schaufensterscheiben projiziert und ist von 16 bis 20 Uhr einsehbar.
frei

Trotz vieler Veränderungen in der Nutzung der Baulichkeiten entgehen die angelegten Strukturen kaum ihrer Vergangenheit. Welche Bedeutung haben sie heute, was setzen sie frei, welche Fluchtpunkte setzt ihr Überdauern? Die Bestimmung der Räume ist entkoppelt von der einstigen Funktion, viele Bereiche sind in ihrer heutigen Verwendung immer noch unscharf: Nichts, so scheint es, sprengt die Vergangenheit. Die gedanklichen Assoziationen, die diese strengen und visuell sachlichen Eindrücke bei Dirk-Martin Heinzelmann auslösen, versucht der Fotograf anhand eines verbalen Protokolls - eine Art Lautes Denken - zu erweitern. Diese Verbindung nimmt den Betrachter mit, eröffnet ein Spannungsfeld der Symmetrien von Zeit und Funktion, die sich im Raum des Betrachters treffen und am Schnittpunkt eine Gegenwart projizieren.

GISELA Freier Kunstraum LichtenbergGiselastraße 12, 10317 Berlin

+49 30 51 65 6005gisela(at)kulturring.berlin

Galerie im Club: ladies in jazz

 
Foto: Gerhard Metzschker

bis 10.2.2021

Fotografien von Gerhard Metzschker, ESFIAP, Color-Club Berlin-Treptow.

In der nahezu 120-jährigen Geschichte des Jazz werden Frauen erst ab den 1920er Jahren zunächst als Sängerinnen berühmt – Bessie Smith im Bluesgesang, 10 Jahre später Ella Fitzgerald als Scatsängerin – und gleichzeitig Mary Lou Williams per Piano als die einzige den männlichen Interpreten gleichwertige Instrumentalistin. Erst viel später wagten sich schließlich Frauen über Orgel und Harfe in die männlich dominierte Jazzwelt. Längst haben sich die Ladies allerdings emanzipiert und dominieren nicht nur als stimmliche oder instrumentale Damenbegleitung, sondern auch in eigenen, geschlossenen Frauenbands auf der Bühne. Die Ausstellung widmet sich beiden Varianten.

Kulturbund TreptowErnststr. 14/16, 12437 Berlin

+49 30 536 96 534KBTreptow(at)kulturring.berlin

Kulturbundgalerie Treptow: 100 Jahre Groß-Berlin

 
Foto: Lutz Liebe

bis 12.2.2021

Fotoausstellung des Colorclubs Berlin-Treptow
frei

Die Gründung von Groß-Berlin 1920 war die Voraussetzung für die Wandlung von Berlin zur Weltstadt, ein Meilenstein in der Stadtgeschichte. Aber keiner der heute Lebenden hat noch bewusst die Verschiebung der Berliner Stadtgrenze in die Provinz Brandenburg und die damit verbundenen Veränderungen erlebt, so dass eine Erinnerung an diesen Fakt und seine Bewertung nur anhand der historischen Literatur in Verbindung mit der aktuell sichtbaren, wiederum durch erneute Grenzziehungen umgestalteten Stadtlandschaft möglich ist. Hier kommt nun die Fotografie als ein wesentlicher Faktor ins Spiel. Wegen der kurzfristigen Einladung zur Fotoausstellung musste sich der Klub nahezu ausschließlich auf die Archive der Mitglieder orientieren. … Kaum eines der Clubmitglieder hat Berlin in fotokünstlerischer Sicht umfassend verfolgt, in aller Regel entstanden Fotodokumente, die nach kritischer Durchsicht jetzt die Grundlage der Jubiläumsausstellung bilden und ausschließlich durch ihre kommunikative Anordnung zu interessanten Sichtweisen führen und Wirkung erzielen können. Das dreiteilige Arbeitsergebnis wird in getrennten Ausstellungsbereichen mit den Themen • das leidgeprüfte alte Stadtzentrum in der Phase der Enttrümmerung und des Wiederaufbaus, • die jetzige, scheinbar unversehrte Stadtlandschaft mit inzwischen zwei Zentren, • das sozial-kulturelle Leben in der Stadt als Ausdruck der Lebensfreude, flankiert durch die beispielhafte Museumslandschaft vorgestellt. (Gerhard Metzschker)

Kulturbund TreptowErnststr. 14/16, 12437 Berlin

+49 30 536 96 534KBTreptow(at)kulturring.berlin

"b i l d e r aus dem p a p i e r k o r b" Hermann Ulrich Schreiber / HUS

 
Foto: HUS

bis 4.3.2021

spielerische umwandlung / verwandlungen phönix, metamorphosen aus vorgenutzten papieren mittels schere und leim.

Hermann Ulrich Schreiber, kurz HUS, 1943 in Radebeul geboren, studierte an der Fachhochschule Berlin-Schöneweide Gebrauchsgrafik, dann an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee im Fach Bühnenbild. „Ich habe viel gemacht – Theaterwerbung, Gebrauchs- und Fernsehgrafik und so weiter“, erzählt er. Nun im weisen Alter „verwurstelt“ er seine alten Theaterplakate und Anderes zu neuen Bild-Collagen. Übrigens pflegt HUS auch Comics als Steckenpferd – sein Humor ist ihm niemals abhanden gekommen. Seine letzte Ausstellung hatte er in der Berliner Galerie F92 im März 2019.

Kulturküche BohnsdorfDahmestraße 33, 12526 Berlin

+49 30 67 89 61 91bohnsdorf(at)kulturring.berlin

Regionale Geschichten - Frische Luft. Jutet Wetter. Sonne scheint.

 
Foto: Sebastian Bohne

bis 28.2.2021

Bekanntes und Unbekanntes aus Marzahn-Hellersdorf und seinem Umland, entdeckt und fotografiert von Sebastian Bohne. Vernissage anlässlich der Langen Nacht der Bilder.
Eintritt frei

Im Kindesalter, mit Papas Praktica im schönen Harz unterwegs, begann Sebastian Bohnes Interesse für die Fotografie. Natürlich zog man die Negative damals noch selbst im heimischen Badezimmer auf Papier. Den Vergrößerer auf der Waschmaschine und in der Wanne reichlich Wasser zum Wässern des Papiers, ging es an die Arbeit. Stundenlang konnte dann niemand auf die Toilette... Nach einer kreativen Schaffenspause, in der Fahrräder, Mopeds und Autos wichtiger waren als die Fotografie, begann Bohne nach etlichen Jahren quasi noch mal von vorn: "Die ersten Digitalkameras lagen im Handel, und so verbrachte ich viel Zeit damit, Fotos zu machen, die erst an einem Computer zu Bildern wurden." Heute fotografiert Bohne wieder viel auf Film, also analog. Er misst Licht, stellt Blende und Verschlusszeit ein und entwickelt erneut im Badezimmer. Ebenso wie früher erstellt er Abzüge in der eigenen Dunkelkammer. Seine Digitalkameras verstauben jedoch nicht und werden, je nach Thema, eingesetzt. Die kleine Fotoreise, die Sie mit ihm erleben werden, umfasst ein recht breites Spektrum und soll Ihnen zeigen, welche Motive ihm in vielen, vielen Jahren und einigen tausend Kilometern vor den Sensor oder eben den Filmträger geraten sind.

MAXIE-Treff der WG Wuhletal eGMaxie-Wander-Straße 56/58, 12619 Berlin

+49 30 22 35 61 27maxie-treff(at)kulturring.berlin

Wir waren Nachbarn - Biografien jüdischer Zeitzeugen

 
Foto: Wir waren Nachbarn

bis 31.12.2021

Biografische Ausstellung über die Lebensgeschichten ehemaliger jüdischer Bürgerinnen und Bürger aus Schöneberg und Tempelhof - Kooperationsprojekt des Vereins "Frag doch! Verein für Begegnung und Erinnerung", der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, des BA Tempelhof-Schöneberg und des Kulturring in Berlin e.V., Mo-Do sowie Sa und So 10 bis 18 Uhr, Begleitprogramm: www.wirwarennachbarn.de
frei


Rathaus SchönebergJohn-F.-Kennedy-Platz, 10825 Berlin

Aquarelle und anderes - Neues von den Mittwochsmalern

 
Kursalltag, Foto: Andreas Mücke

bis 29.1.2021

Arbeiten der Malgruppe unter der Leitung von Andreas Mücke.
Eintritt frei

Im Atelier des Obergeschosses im Studio Bildende Kunst werden zur Jahreswende Bilder des Kurses Naturstudien - Malerei zu sehen sein. Gezeigt werden Arbeiten, die im Zeitraum des letzten Jahres entstanden sind. Dabei präsentieren sich die Mitglieder der Malgruppe um den Kursleiter Andreas Mücke in den unterschiedlichsten Sujets und mit ihrem jeweils eigenen Stil. Die Teilnehmer*innen sind im Laufe der Jahre zu einer Gemeinschaft zusammengewachsen, die sich durch das gemeinsame Interesse an der lebendigen Beschäftigung mit Kunst gefunden hat.

Studio Bildende KunstJohn-Sieg-Straße 13, 10365 Berlin

+49 30 553 22 76sbk(at)kulturring.berlin

Abschied - Graphik und Collagen von Gisela Grade

 
Abb.: Werkgruppe Abschied, 2020, Mischtechnik, 50 x 70

bis 26.2.2021

Gisela Grade erinnert mit ihren künstlerischen Arbeiten an Menschen, die ihr im Leben sehr verbunden waren.
frei

Nach einer etwas längeren Pause entstand im letzten Jahr die Werkgruppe „Abschied“. Sie enthält zwölf collagierte graphische Arbeiten, mit denen ich an meine liebsten Menschen, die leider heute nicht mehr unter uns weilen, erinnern möchte. Gedanklich hat mich diese Thematik schon häufig beschäftigt und oft in mir eine schmerzliche Traurigkeit mit der Gewissheit ausgelöst, wie doch kaum spürbar und still einstige Freunde und Künstlerkollegen meiner Generation sich allmählich vom Leben verabschieden. Eine bekannte Malerin, Paula Modersohn-Becker, schrieb einmal: „Mein Leben ist ein Fest, ein kurzes, intensives.“ Ich möchte hierzu leicht abgewandelt sagen: „Das Leben! Ist ein Fest, ein Ganzes, Einmaliges, Unwiederbringliches.“ Deshalb sollten diese Blätter auch eine kraftvolle, starke Farbigkeit erhalten, damit die Freude und die Lust am Leben klar zum Ausdruck kommen kann. Die dargestellten Figuren in den Bildern sind in kleineren Gruppen angelegt; allerdings so, dass erkennbar bleibt, dass jede Figur am Ende allein für sich steht – ohne die Berührung einer anderen. Gisela Grade, im Dezember 2020

Studio Bildende KunstJohn-Sieg-Straße 13, 10365 Berlin

+49 30 553 22 76sbk(at)kulturring.berlin