Anders sehen

 
Foto: Hajo Blank

07.06. bis 13.8.2021

Fotografie & Texte von Hajo Blank.

Fotofantastics und fotostracts nennt der Bildkunst-Designer seine neuen fotokünstlerischen Arbeiten, in denen er die Wirklichkeit auf ungewöhnliche Weise verwandelt. Ihn interessiert weniger die ästhetisierte oder perfektionierte Wiedergabe erwarteter oder ersehnter Wirklichkeit. Viel mehr fasziniert ihn ein erweiterter Blick auf die Dinge, der uns intuitiv neu sehen, empfinden und auch denken lässt. Hajo Blank, geboren in Berlin/Brandenburg, studierte Kunst und Design an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Er arbeitete als Produkt- und Kommunikationsdesigner mit den Schwerpunkten Zukunftsdesign und Designtheorie, als Szenograf, Ausstellungsdesigner und als bildender Künstler. Studienreisen führten ihn nach Äthiopien, Peru, Guatemala, Marokko, Malaysia, Indien und China. Als Autor, Illustrator und Fotokünstler veröffentlichte er in 15 Verlagen mehr als 50 Bücher.

Kulturküche BohnsdorfDahmestraße 33, 12526 Berlin
+49 30 67 89 61 91bohnsdorf@kulturring.berlin

Marie-Charlotte Nouza: Children of the Night - Neue Bilder

bis 11.6.2021

Malereien von Menschen, die bei Nacht beobachtet wurden.
Eintritt frei

Die Malerin Marie-Charlotte Nouza wurde 1989 in Alès, Frankreich, geboren. Sie hat an der Ecole Nationale supérieure des Beaux-Arts in Montpellier Kunst studiert und mit einem Diplom abgeschlossen. Ihre Werke wurden in Gruppen- und Einzelausstellungen in Frankreich, Deutschland, den USA und der Türkei ausgestellt. Sie lebt und arbeitet in Berlin. Nouza will mit dieser Ausstellung unsere Aufmerksamkeit auf Menschen und Tiere lenken, deren geheimnisvolle Beschäftigungen aus der Dunkelheit plötzlich ans Licht kommen. Die Subjekte ihrer Nachtbilder wurden zuerst mit grellem, überraschendem Blitzlicht auf Film gebannt. Kombiniert mit einem Infrarotfilm entsteht eine geheimnisvolle Atmosphäre, die die Nachtzeit und das Element der Überraschung unausweichlich machen. Unnatürlich starke Kontraste, ausgewaschene Gesichter und schimmernde, manchmal rote Augen sind einige der unheimlichen Eigenschaften, die Nouza in Bildern sucht und die zum Ausgangspunkt eines neuen Gemäldes werden. Für andere Werke fotografiert sie das Ausgangsbild auch selbst: Menschen, zu denen sie in intimer Beziehung steht, Freunde, Familienmitglieder oder Liebhaber. Die Fotos sind ungestellt, um ihren Gemälden ein inneres Gefühl des Ungekünstelten zu geben. Sie erlaubt gern dem Unerwarteten Raum in ihrer Arbeit und vermeidet bewusst den Fotorealismus, den sie in ihrer Maltechnik durchaus beherrscht. Dr. Suzy Royal, Kuratorin

GISELA Freier Kunstraum LichtenbergGiselastraße 12, 10317 Berlin
+49 30 51 65 6005gisela@kulturring.berlin

Isole - Inselwelten

bis 18.6.2021

Kulturbundgalerie Treptow: Ein Bild und 49 Künstler aus Italien, der Schweiz und Deutschland sowie Malerei und Farbholzschnitte zum selben Thema von Daniela Antonello, Paola Gamba und Andreas Kramer (Kurator).
frei

Andreas Kramer, Maler, Grafiker und Dozent, führt schon seit Jahren regelmäßig Workshops mit Künstler*innen in Italien, hauptsächlich in Venedig, durch. Doch 2020 verhinderte die Corona-Pandemie direkte Begegnungen mit seinen italienischen Künstlerkolleg*innen. Via Videokonferenzen sollten die Kontakte weiterhin aufrechterhalten werden. Das Ganze begann in einer Zeit, in der man dort nur zum Einkaufen oder zu Arztbesuchen das Haus verlassen durfte. Der Kontakt mit Berlin wurde somit für die italienischen Künstlerkolleg*innen zu einem Tor nach draußen, in die Welt, und für Andreas Kramer zum Tor nach Italien. Die Isolation, in der sich nun alle befanden (in Italien weit mehr als in Deutschland), war natürlich immer ein Thema in allen Gesprächen. Im Wort Isolation steckt das Wort isola, die Insel, genau wie sich hinter dem Wort Quarantäne nicht nur die Zahl 40 sondern auch die Pest in Venedig versteckt. Quarantänen gab es in Venedig mehr als genug, aber Inseln gab es, gibt es noch mehr: für die Irren, die Kranken, für das Schießpulver und die Franziskaner, die Armenier - und für die Toten natürlich auch. Die Insel, die Sehnsuchts-Insel, die Wohnungs-Insel, die Farben-Insel, die Hoffnungs-Insel, die Langeweile-Insel, die Traum-Insel, die Stress-Insel, der Einsamkeits-Insel und Angst-Insel wurde dann zu einem gemeinsamen Thema sowohl für die italienischen Künstler*innen, für Andreas Kramer und ab dem Sommer 2020 auch für einige deutsche und schweizerische Künstlerkolleg*innen. Entstanden ist ein gemeinsames großes Bild, bestehend aus jeweils drei kleinen Bildern im Format zwanzig mal zwanzig Zentimeter von jedem der insgesamt 49 beteiligten Künstler*innen, das nun erstmals in Berlin gezeigt wird.

Kulturbund TreptowErnststr. 14/16, 12437 Berlin
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STAZIONE DI PADOVA

bis 18.6.2021

Galerie im Club: Fotografien von Pierluigi Fornasier, Italien.
frei

Alltagsbilder von einem Alltagsort, dem Bahnhof Padua. Momentaufnahmen das Ankommens, des Innehaltens, des Wartens und Wegfahrens. Er blickt dabei auf Treppen und Bahnsteige, aber auch auf ein Café und ein Klavier.

Kulturbund TreptowErnststr. 14/16, 12437 Berlin
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Graphik-Collegium Berlin e. V. - Jahresausstellung 2021

 
Zeit die fortschreitet, collagierte Radierung, 2020, 31 x 41cm, Abb.: Wilfried Habrich

bis 19.6.2021

Die Mitglieder des Graphik-Collegiums zeigen ihre neuesten Werke, aber auch ältere, noch nicht öffentlich präsentierte Arbeiten.
Eintritt frei

Es waren und sind ungewöhnliche, ja schwierige Zeiten: Regelmäßigen Werkstattbetrieb lässt die Pandemie nicht zu, das Drucken von Graphiken war den Künstler*innen nur sehr eingeschränkt möglich. Nicht jede*r hat ein Atelier, wo er*sie in Ruhe dem künstlerischen Schaffen nachgehen kann, und manche Arbeit ist in diesen Zeiten vielleicht am Küchentisch mitten im Familientrubel entstanden. Für die einen ergab sich die Gelegenheit, sich noch einmal mit früheren Arbeiten und Themen zu beschäftigen, für andere der Anlass, sich etwas Neuem zuzuwenden.

Studio Bildende KunstJohn-Sieg-Straße 13, 10365 Berlin
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Kiezgeschichten - 100 Jahre Friedrichshain und Kreuzberg

 
Kiezgeschichten Ausstellungsansicht 2020 FHXB Museum, Foto: Ellen Röhner

12.05. bis 26.6.2021

im Rahmen des Kooperationsprojekts „Großes B – dreizehnmal Stadt“ der Berliner Bezirksmuseen und des Stadtmuseums Berlin entstanden. In Kooperation mit dem FHXB Museum im Rahmen von "100 Jahre Groß-Berlin"

Vor 100 Jahren wurde Berlin mit einem Schlag zur Weltstadt. Mit knapper Mehrheit verabschiedete die Preußische Landes­ver­samm­lung am 27. April 1920 das „Gesetz über die Bildung einer neuen Stadtgemeinde Berlin“, die neben Berlin die Städte Charlotten­burg, Köpenick, Lichtenberg, Neukölln, Schöneberg, Spandau und Wilmersdorf sowie 59 Landgemeinden und 27 Gutsbezirke umfasste. Zum 1. Oktober 1920 trat das Gesetz in Kraft und machte Berlin neben New York und London zu einer der größten und bevölkerungsreichsten Städte der Welt. Mit einer zentralen Präsentation im Märkischen Museum, Ausstellungen in den Bezirken und einem umfangreichen Begleitprogramm beleuchtet das Kooperationsprojekt „Großes B – dreizehnmal Stadt“ zum 100-jährigen Jubiläum die Bedeutung und die Folgen dieses Zusammenschlusses, der Berlin bis heute prägt. Die Ausstellungen greifen die wichtigsten Themenfelder der Großstadtbildung auf, vertiefen sie in lokalen Nahaufnahmen und spiegeln die Konflikte im wechselreichen Verhältnis zwischen Stadt und Bezirken wider. Eng verknüpft mit dem Blick auf die historischen Entwicklungen ist dabei die Frage nach möglichen Impulsen für die Gegenwart und Zukunft: Themen wie aktive Wohnungs- und Verkehrspolitik, Bekämpfung sozialer Ungleichheiten oder das Nachdenken über den Lebensraum Berlin stehen heute unverändert auf der politischen Tagesordnung. Das gemeinsam konzipierte Online-Portal „1000xBerlin“ bietet zudem kompakt und digital einen nachhaltigen Einblick in eines der wichtigsten Kapitel der Berliner Stadtgeschichte.

Fotogalerie FriedrichshainHelsingforser Platz 1, 10243 Berlin
+49 30 296 16 84 fotogalerie@kulturring.berlin

Postversand durch‘s Virenland

 
"o.t." Mischtechnik, 2020 (links), "Verflechtungen", Fotos, 2020 (rechts), Abb.: Kordula Kral (links), Michaela Nasoetion (rechts)

bis 18.6.2021

Mail-Art Ausstellung des Graphik-Collegium Berlin e. V. im Atelier.
Eintritt frei

Angesichts pandemiebedingter, massiver Einschränkungen, die auch unseren geregelten Werkstattbetrieb lahmgelegt haben, stellten sich uns zwei Fragen: Wohin mit der eigenen Kreativität? Und: Wie lässt sich diese zur Kontaktpflege nutzen? Unsere Wahl fiel auf die altgediente – in Künstlerkreisen aber nach wie vor geschätzte – Postkarte! Ein überschaubares Format, auf dem auch mal neue Ausdrucksmöglichkeiten und Ideen ausprobiert werden konnten. Dabei dürfte die Postkarte vor allem einer jüngeren Generation in etwa so geläufig sein wie ein Schwarz-Weiß-Fernseher oder ein Telefon mit Wählscheibe. Lassen Sie sich überraschen von einer kleinen Schau, die die Ergebnisse dieser Aktion dokumentiert.

Studio Bildende KunstJohn-Sieg-Straße 13, 10365 Berlin
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Jutta Göricke - Das tut der Seele gut

 
Jutta Göricke, Foto: Andre Osbahr

07.06. bis 27.8.2021

Die Hobbymalerin Jutta Göricke stellt Bilder in Aquarell-, Acryl- und Ölmalerei aus.
Eintritt frei

Jutta Göricke kennt keine Langeweile. Geradezu unerschöpflich ist ihr Ideenreichtum. Da sie sich in den unterschiedlichsten Handarbeits- und Basteltechniken gut auskennt und vielen kreativen Ideen aufgeschlossen ist, fällt ihr immer etwas Neues ein. Schon bei ihrer Oma durfte sie oft basteln, der Opa zeigte ihr sogar, wie man Radios repariert. Das geschickte kleine Mädchen baute sich aus Kartons eine Puppenstube, „sogar mit Gardinen!“, wie sie heute lachend erzählt. 1939 in Karow im Bezirk Pankow geboren, ist Jutta Göricke eine waschechte Berlinerin. Hier ist sie aufgewachsen, hat eine Lehre zur Zerspanungsfacharbeiterin absolviert, geheiratet, zwei Söhne bekommen und war immer berufstätig. Ihre Arbeit als Maschineneinrichterin hat ihr Spaß gemacht. Dass sie einmal ihren geliebten Heimatbezirk verlassen würde, hat sie nie für möglich gehalten. Doch so manches ändert sich im Leben. Nun wohnt sie bereits mehr als 25 Jahren in Hellersdorf und fühlt sich sehr wohl. Das Malen lernte sie im Pestalozzi-Treff. Zunächst waren es Bilder in Aquarelltechnik, dann kamen Acryl- und Ölmalerei hinzu. Für Handarbeiten, wie Kunststricken, Hardangerstickerei, Makramee oder Perlenstickerei, begeistert sie sich ebenfalls. Doch auch Basteleien machen ihr Freude, egal ob sie Weihnachtsgestecke anfertigt, Laternen oder schöne Dinge in Serviettentechnik gestaltet. Anregungen bekommt sie aus Büchern, Zeitschriften und dem Internet, vieles hat sie sich allein beigebracht. Gern macht sie mit ihren Exponaten anderen Menschen eine Freude. Von sich sagt Jutta Göricke: „Ich habe einen hohen Anspruch an mich selbst, alles muss perfekt sein!“ (Dagmar Steinborn)

MAXIE-Treff der WG Wuhletal eGMaxie-Wander-Straße 56/58, 12619 Berlin
+49 30 22 35 61 27maxie-treff@kulturring.berlin

"b i l d e r aus dem p a p i e r k o r b" Hermann Ulrich Schreiber / HUS

bis 28.5.2021

spielerische umwandlung / verwandlungen phönix, metamorphosen aus vorgenutzten papieren mittels schere und leim.

Hermann Ulrich Schreiber, kurz HUS, 1943 in Radebeul geboren, studierte an der Fachhochschule Berlin-Schöneweide Gebrauchsgrafik, dann an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee im Fach Bühnenbild. „Ich habe viel gemacht – Theaterwerbung, Gebrauchs- und Fernsehgrafik und so weiter“, erzählt er. Nun im weisen Alter „verwurstelt“ er seine alten Theaterplakate und Anderes zu neuen Bild-Collagen. Übrigens pflegt HUS auch Comics als Steckenpferd – sein Humor ist ihm niemals abhanden gekommen. Seine letzte Ausstellung hatte er in der Berliner Galerie F92 im März 2019.

Kulturküche BohnsdorfDahmestraße 33, 12526 Berlin
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Wir waren Nachbarn - Biografien jüdischer Zeitzeugen

bis 31.12.2021

Biografische Ausstellung über die Lebensgeschichten ehemaliger jüdischer Bürgerinnen und Bürger aus Schöneberg und Tempelhof - Kooperationsprojekt des Vereins "Frag doch! Verein für Begegnung und Erinnerung", der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, des BA Tempelhof-Schöneberg und des Kulturring in Berlin e.V., Mo-Do sowie Sa und So 10 bis 18 Uhr, Begleitprogramm: www.wirwarennachbarn.de
frei


Rathaus SchönebergJohn-F.-Kennedy-Platz, 10825 Berlin

Illustrationen und Animationen aus den Jahren 2017-2020.

Gallery Weekend


Regionale Geschichten - Frische Luft. Jutet Wetter. Sonne scheint.


Abschied - Graphik und Collagen von Gisela Grade


Aquarelle und anderes - Neues von den Mittwochsmalern


2. Internationale DaDa-Messe - Malerei, Zeichnung, Collage, Skulptur


Symmetrie verlassener Funktion


Kulturbundgalerie Treptow: 100 Jahre Groß-Berlin


Galerie im Club: ladies in jazz


Repression und sozialer Widerstand in Chile - gestern und heute


Feryel Atek: Schlafende Erinnerung / Sleeping memory


Bilder von Tatiana Kan


Harri Molkenthin: Graphikschau und Malerei


Galerie im Club: Handwerk im Fokus


Götz Badtke - Reliefs


Jonathan Rashad - Unfinished Stories: Injustice, Crisis and Revolution in Africa