Benita Suchodrev - Of Lions and Lambs

 
Of Lions and Lambs, Foto: Benita Suchodrev

bis 28.6.2024
Zwei Arbeiten über den gleichen Ort: das britische Seebad Blackpool, in den Sommermonaten geprägt vom Massentourismus und gleichzeitig eine der ärmsten Städte Englands. Fotografin Benita Suchodrev

Die in Berlin lebende russisch-amerikanische Fotografin Benita Suchodrev vereint in ihrer Soloausstellung zwei Arbeiten über den gleichen Ort: das britische Seebad Blackpool, geprägt vom Massentourismus in den Sommermonaten und gleichzeitig eine der ärmsten Städte Englands. In 48 Hours Blackpool (2018) stürzt sich die Fotografin über einen streng begrenzten Zeitraum erstmals mit der Kamera in die pralle Vergnügungswelt des Ferienortes am Meer. https://benitasuchodrev.com/portfolio/48-hours-blackpool/ Of Lions and Lambs (2019) wird zum ersten Mal in einer umfassenden Ausstellung präsentiert und zeigt die harte Realität abseits der Tourismussaison. Soziale Ungerechtigkeit  und prekäre Existenzen prägen das Stadtbild in einem grauen Wintermonat. https://benitasuchodrev.com/portfolio/of-lions-and-lambs/ Die außergewöhnlich starken, ausschließlich schwarz-weißen Fotografien sind immer intensiv, authentisch, rau, geheimnisvoll. Die Straße wird zu Bühne mit einer Fülle von bizarren Charakteren, und gleichzeitig spricht aus den Bildern eine zutiefst menschliche Herangehensweise an die Fotografie.
Fotogalerie FriedrichshainHelsingforser Platz 1, 10243 Berlin

Di, Mi, Fr, Sa 14 bis 18 Uhr, Do 10 bis 20 Uhr
+49 30 296 16 84 fotogalerie@kulturring.berlin

Woman in the forest

 
Woman Sniffing Flowers, 2021, Öl auf Leinwand, 80 x 65 cm, Foto: R. Nakamura

bis 12.7.2024
Neue Bilder vom japanischen Maler Ryo Nakamura

Ryo Nakamura (geb. 1987 in Japan) studierte Malerei in Japan und Deutschland. Er lebt und arbeitet in Berlin. Seine improvisierten Gemälde zeigen Motive von Landschaften, Figuren und Pflanzen, die in seinen farbenfrohen Kompositionen erfrischend unkompliziert und gleichzeitig belebend auf den Betrachter wirken. Dies ist seine zweite Ausstellung im Kunstraum GISELA. Diesmal wird er neue Werke zu den Themen "Sexualität" und "Jagen und Sammeln" präsentieren.
GISELA Freier Kunstraum LichtenbergGiselastraße 12, 10317 Berlin
Mo bis Fr 10 bis 16 Uhr
+49 30 51 65 6005 gisela@kulturring.berlin


baume connect

 
Foto: baume connect

bis 19.7.2024
Gemeinschaftsausstellung im Kulturhaus Baumschulenweg

Das Kulturhaus Baumschulenweg veranstaltet die Ausstellung BAUME CONNECT. Mit einem Open Call waren dazu Künstler*innen aus dem Bereich Bildende Kunst zur Teilnahme eingeladen worden. Es ist eine Präsentation künstlerischer Arbeiten, die im Dialog mit der Geschichte, Architektur, Landschaft und den Menschen in Baumschulenweg stehen.
Kulturhaus BaumschulenwegErnststr. 14/16, 12437 Berlin
Mo-Fr 12 bis 16.30 Uhr
+49 30 536 96 534 KBTreptow@kulturring.berlin


Das Innere nach Außen

 
Foto: Lutz Liebe

bis 22.8.2024
Fotografie von Lutz Liebe & Hans Joachim Kühn.

Die zentrale Leidenschaft von Lutz Liebe ist die Musikszene, insbesondere Moment-Porträts von Musikerinnen und Musikern. Auch taucht er gern in Landschaft und Stadt-Strukturen ein, entdeckt deren Charakteristik und findet „den anderen Blick“. Hans Joachim Kühn, eigentlich Wissenschaftler, beschäftigt sich seit 1972 leidenschaftlich mit Fotografie. Landschaft, Natur und Tiere werden von ihm so „porträtiert“, dass er Besonderes entdeckt und künstlerisch „hervorhebt“. Reizvoll sind auch von der Natur über lange Zeit „gezeichnete“ Oberflächen und Strukturen. Also wird von beiden Fotografen das INNERE gefunden und im Bild gestaltet. Ausstellungsdauer: 10.06. – 22.08.2024 Öffnungszeiten: Mo – Do 12 – 18 Uhr sowie zu Veranstaltungen / Eintritt frei
Kulturküche BohnsdorfDahmestraße 33, 12526 Berlin
Mo-Do 12 bis 18 Uhr
+49 30 67 89 61 91bohnsdorf@kulturring.berlin

Wir waren Nachbarn

 
Foto: Wir waren Nachbarn

bis 31.12.2024
Biografien jüdischer Zeitzeugen

Biografische Ausstellung über die Lebensgeschichten ehemaliger jüdischer Bürgerinnen und Bürger aus Schöneberg und Tempelhof - Kooperationsprojekt des Vereins "Frag doch! Verein für Begegnung und Erinnerung", der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, des BA Tempelhof-Schöneberg und des Kulturring in Berlin, Mo-Do sowie Sa und So 10 bis 18 Uhr, Begleitprogramm: www.wirwarennachbarn.de
Rathaus SchönebergJohn-F.-Kennedy-Platz, 10825 Berlin

Kabinett

 
"Gold finden", 140 x 155 cm, 2001-23., Foto: Georg Weise

bis 29.8.2024
Malerei und Zeichnungen von Georg Weise.

Georg Weise wurde 1973 in Berlin geboren und ist in Mecklenburg aufgewachsen. In den 90er Jahren begann er sich in Berlin als Künstler zu etablieren und absolvierte an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee sein Studium. Abgesehen von ausgedehnten Studienreisen nach Mexiko und Südostasien, lebt und arbeitet er seit 5 Jahren in Berlin-Lichtenberg. Georg Weises Gemälde stellen die Frage: Wer waren wir, bevor die Gesellschaft uns ihre starren Kodifizierungen auferlegte? Seine Kunst erforscht die Fließfähigkeit unseres frühen Selbst, unmarkiert von den Etiketten von Geschlecht, Herkunft oder sozialen Erwartungen. Indem er junge Individuen darstellt, fängt Weise eine mystische Verbindung zum Elementaren ein – die Erde, den Himmel, das Wasser – was auf eine urzeitliche Bindung hindeutet, die vor der Komplexität der Erwachsenenidentität existiert. Seine Gemälde fordern uns auf, darüber zu reflektieren, wer wir sind, wer wir waren und wer wir sein möchten.
Studio Bildende KunstJohn-Sieg-Straße 13, 10365 Berlin
Mo, Di, Fr 10 bis 16 Uhr, Mi, Do 12 bis 18 Uhr
studio@kulturring.berlin


Kunst:offen

 
Eine Fotowelt mit anderen Augen gesehen, Foto: Jacqueline Gossow

bis 30.9.2024
Das Tschechow Theater beteiligt sich mit zwei Ausstellungen von Künstlerinnen mit Behinderung: "Eine Fotowelt mit anderen Augen gesehen" und "Die Welt auf den Kopf gestellt"

Das Tschechow Theater zeigt dieses Jahr im Rahmen des Tages der offenen Ateliers, Galerien und Museen gleich zwei Ausstellungen von Künstlerinnen mit Behinderung: 1."Eine Fotowelt mit anderen Augen gesehen" Bilder und Skulpturen der Künstlerin Jacqueline Gossow. Sie fotografiert mit ihrem Handy Alltagsgegenstände und ihre Umwelt. Die Fotos bearbeitet sie dann auf dem Handy und gibt dem Alltag ein neues Gesicht. 2. "Die Welt auf den Kopf gestellt" Skulpturen aus dem Tagesbeschäftigungsbereich des EJF in der Erich Kurz Straße. Eine Ausstellung aus dem Stellwerk Ost, als Einladung andere Perspektiven einzunehmen. Verschiedene Werke wurden plastisch und künstlerisch hergestellt. Druck-Foto-Scherenschnitt-Pappmaché grenzenlose Phantasie. Am Tag der Vernissage werden die Künstlerinnen vor Ort sein.
Tschechow-TheaterMärkische Allee 410, 12689 Berlin

Vorschau

Jugend fotografiert 2024 
Foto: Taina Matusch

05.07. bis 9.8.2024
Vernissage: 4.7., 18 Uhr
Zum siebten Mal präsentiert die Fotogalerie eine Auswahl von Fotoprojekten in Zusammenarbeit mit Jugendeinrichtungen und Schulen. In diesem Jahr stehen Arbeiten von jungen Menschen aus Belfast in Nordirland im Mittelpunkt - einer Stadt, deren Geschichte wie die Berlins von Mauern und politischer Teilung geprägt ist.
Das Projekt "Jugend Fotografiert" würdigt die künstlerische Vielfalt junger Fotograf*innen und schafft Raum für neue Perspektiven. Arbeiten aus unterschiedlichen Bildungskontexten sowie Ergebnisse aus eigenen Workshops münden in einer jährlichen Ausstellung. Kinder und Jugendliche erhalten so die Möglichkeit, ihre Arbeiten zu präsentieren und unter Anleitung eines erfahrenen Teams an der Gestaltung einer professionellen Ausstellung mitzuwirken. In diesem Jahr stehen Arbeiten von jungen Menschen aus Belfast in Nordirland im Mittelpunkt - einer Stadt, deren Geschichte wie die Berlins von Mauern und politischer Teilung geprägt ist. Diese Partnerschaft wurde durch das Programm Cultural Bridge ermöglicht.

Fotogalerie Friedrichshain

Kiosk of Memory 
Foto: © Lichtenberg Museum

03.08. bis 16.8.2024
Vernissage: 2.8., 18 Uhr
Laudatio: Hannah E Alongi
Ein Erinnerungsprojekt, das über die verlassenen und vormals von russischen Mitbürgern bewohnten Häusern in Berlin-Karlshorst erzählt.
Die in Berlin ansässigen Künstler:innen Hannah Alongi, Jeremy Knowles und Katya Romanova präsentieren "Kiosk of Memory", einen Teil ihres größeren, fortlaufenden Projekts "And Let No One Be Forgotten!". Diese Ausstellung zeigt die Ergebnisse einer viertägigen Forschungsinitiative in Berlin-Karlshorst, die das kollektive Gedächtnis erforscht, wie es in Objekten und durch die persönlichen Geschichten der Bewohner von Lichtenberg lebendig wird. Gefördert von Bezirkskulturfonds Lichtenberg 2024 Kontakt: Hannah E Alongi, Arts Education Berlin E-Mail: hannah.alongi@gmail.com Tel.: +49 1638535630

GISELA Freier Kunstraum Lichtenberg

Asphalt und Fisch 
Spachteln, aus Asphalt und Arbeit, 1986, Foto: Kurt Buchwald

16.08. bis 27.9.2024
Vernissage: 15.8., 19 Uhr
Fotografien von Kurt Buchwald und Hans-Wulf Kunze. Kurt Buchwald zeigt in seinem Projekt „Asphalt und Arbeit“ (1985-86) den harten körperlichen Einsatz im Straßenbau Ostberlins auf ungeahnt ästhetische Weise. Hans-Wulf Kunze dokumentierte von 1985 bis 1990 den DDR-Arbeitsalltag in der Magdeburger Fischfabrik.
Im Projekt „Asphalt und Arbeit“ (1985-86) habe ich den Focus auf dem Prozess, auf Vorgänge, Handgriffe, Werkzeuge und Spuren gelegt. Der Arbeiter ist vergleichbar mit einen „Aktionskünstler“, der mit dem Material umgeht, Werkzeug einsetzt und den Prozess vorantreibt. Er vergegenständlicht sich mit seiner Arbeitskraft. Langzeitbelichtungen machen dies sichtbar. Die Baustelle ist ein Environment, das ich aus verschiedenen Blickwinkel umkreise. Ich erweitere meine Erkundungen um dem Moment der fictio personae, ich gebe der Arbeit ein Gesicht. Bisher nicht veröffentlichte Aufnahmen zeigen die Arbeiter im sozialen Kontext. In der Ausstellung Konzept-Auftrag- Fotografie wurde 1988 in Ostberlin das Projekt zusammen mit einem Straßenstück und Werkzeuge präsentiert. Kurt Buchwald, Berlin 2024

Fotogalerie Friedrichshain

Melancholie 
Foto: Georg Krause

19.08. bis 10.10.2024
Vernissage: 16.8., 19 Uhr
Fotografie von Georg Krause
Auf dem Lande aufgewachsen, war Landschaftsfotografie für mich lange Zeit nie etwas Erstrebenswertes. Es war Ende der 90ger Jahre, mein Atelier lag im Funkhaus. Schlechtes Wetter Mitte November, das Gelände an der Nalepastraße, unter Zwangsverwaltung, war so dekadent, verwildert, die Natur holte sich ihr Terrain zurück. Pflanzen brachen den Beton. Das Thema war gefunden. Nach langem Suchen erwarb ich einen alten russischen zweiäugigen Rollfilmfotoapparat „Lubitel“, Der Apparat war optisch qualitativ so schlecht, dass er für mein Vorhaben genau richtig war. Immer erinnere ich mich an das Bild, als Kind im Gras zu liegen, die langen Grashalme beugen sich über mein Gesicht, am blauen Himmel ziehen die weißen Wolken vorbei. Jeder Wolke gebe ich einen Traum mit. Traumbilder entstehen. Der Apparat begleitet mich auf seitdem auf Reisen. Die Ostsee oder Mittelmeer, von Beiden gibt es millionenfach Bilder, aber bis dato keine mit „Lubitel“ aufgenommene.

Kulturhaus Baumschulenweg

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