Marie-Charlotte Nouza: Children of the Night - Neue Bilder

 
Foto: M.-Ch. Nouza, Polaroid, 2021, Öl/Leinwand, 80x80cm

bis 14.5.2021

Malereien von Menschen, die bei Nacht beobachtet wurden. Zum Gallery-Weekend, am Samstag, dem 1. Mai, wird eine Midissage ab 13:00 Uhr stattfinden.
Eintritt frei

Die Malerin Marie-Charlotte Nouza wurde 1989 in Alès, Frankreich, geboren. Sie hat an der Ecole Nationale supérieure des Beaux-Arts in Montpellier Kunst studiert und mit einem Diplom abgeschlossen. Ihre Werke wurden in Gruppen- und Einzelausstellungen in Frankreich, Deutschland, den USA und der Türkei ausgestellt. Sie lebt und arbeitet in Berlin. Nouza will mit dieser Ausstellung unsere Aufmerksamkeit auf Menschen und Tiere lenken, deren geheimnisvolle Beschäftigungen aus der Dunkelheit plötzlich ans Licht kommen. Die Subjekte ihrer Nachtbilder wurden zuerst mit grellem, überraschendem Blitzlicht auf Film gebannt. Kombiniert mit einem Infrarotfilm entsteht eine geheimnisvolle Atmosphäre, die die Nachtzeit und das Element der Überraschung unausweichlich machen. Unnatürlich starke Kontraste, ausgewaschene Gesichter und schimmernde, manchmal rote Augen sind einige der unheimlichen Eigenschaften, die Nouza in Bildern sucht und die zum Ausgangspunkt eines neuen Gemäldes werden. Für andere Werke fotografiert sie das Ausgangsbild auch selbst: Menschen, zu denen sie in intimer Beziehung steht, Freunde, Familienmitglieder oder Liebhaber. Die Fotos sind ungestellt, um ihren Gemälden ein inneres Gefühl des Ungekünstelten zu geben. Sie erlaubt gern dem Unerwarteten Raum in ihrer Arbeit und vermeidet bewusst den Fotorealismus, den sie in ihrer Maltechnik durchaus beherrscht. Dr. Suzy Royal, Kuratorin

GISELA Freier Kunstraum LichtenbergGiselastraße 12, 10317 Berlin
+49 30 51 65 6005gisela(at)kulturring.berlin

Isole - Inselwelten

 
Foto: Pierluigi Fornasier

19.04. bis 28.5.2021

Kulturbundgalerie Treptow: Ein Bild und 49 Künstler aus Italien, der Schweiz und Deutschland sowie Malerei und Farbholzschnitte zum selben Thema von Daniela Antonello, Paola Gamba und Andreas Kramer (Kurator).
frei

Andreas Kramer, Maler, Grafiker und Dozent, führt schon seit Jahren regelmäßig Workshops mit Künstler*innen in Italien, hauptsächlich in Venedig, durch. Doch 2020 verhinderte die Corona-Pandemie direkte Begegnungen mit seinen italienischen Künstlerkolleg*innen. Via Videokonferenzen sollten die Kontakte weiterhin aufrechterhalten werden. Das Ganze begann in einer Zeit, in der man dort nur zum Einkaufen oder zu Arztbesuchen das Haus verlassen durfte. Der Kontakt mit Berlin wurde somit für die italienischen Künstlerkolleg*innen zu einem Tor nach draußen, in die Welt, und für Andreas Kramer zum Tor nach Italien. Die Isolation, in der sich nun alle befanden (in Italien weit mehr als in Deutschland), war natürlich immer ein Thema in allen Gesprächen. Im Wort Isolation steckt das Wort isola, die Insel, genau wie sich hinter dem Wort Quarantäne nicht nur die Zahl 40 sondern auch die Pest in Venedig versteckt. Quarantänen gab es in Venedig mehr als genug, aber Inseln gab es, gibt es noch mehr: für die Irren, die Kranken, für das Schießpulver und die Franziskaner, die Armenier - und für die Toten natürlich auch. Die Insel, die Sehnsuchts-Insel, die Wohnungs-Insel, die Farben-Insel, die Hoffnungs-Insel, die Langeweile-Insel, die Traum-Insel, die Stress-Insel, der Einsamkeits-Insel und Angst-Insel wurde dann zu einem gemeinsamen Thema sowohl für die italienischen Künstler*innen, für Andreas Kramer und ab dem Sommer 2020 auch für einige deutsche und schweizerische Künstlerkolleg*innen. Entstanden ist ein gemeinsames großes Bild, bestehend aus jeweils drei kleinen Bildern im Format zwanzig mal zwanzig Zentimeter von jedem der insgesamt 49 beteiligten Künstler*innen, das nun erstmals in Berlin gezeigt wird.

Kulturbund TreptowErnststr. 14/16, 12437 Berlin
+49 30 536 96 534 KBTreptow(at)kulturring.berlin

STAZIONE DI PADOVA

 
Foto: Pierluigi Fornasier

19.04. bis 28.5.2021

Galerie im Club: Fotografien von Pierluigi Fornasier, Italien.
frei

Alltagsbilder von einem Alltagsort, dem Bahnhof Padua. Momentaufnahmen das Ankommens, des Innehaltens, des Wartens und Wegfahrens. Er blickt dabei auf Treppen und Bahnsteige, aber auch auf ein Café und ein Klavier.

Kulturbund TreptowErnststr. 14/16, 12437 Berlin
+49 30 536 96 534 KBTreptow(at)kulturring.berlin

"b i l d e r aus dem p a p i e r k o r b" Hermann Ulrich Schreiber / HUS

bis 29.4.2021

spielerische umwandlung / verwandlungen phönix, metamorphosen aus vorgenutzten papieren mittels schere und leim.

Hermann Ulrich Schreiber, kurz HUS, 1943 in Radebeul geboren, studierte an der Fachhochschule Berlin-Schöneweide Gebrauchsgrafik, dann an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee im Fach Bühnenbild. „Ich habe viel gemacht – Theaterwerbung, Gebrauchs- und Fernsehgrafik und so weiter“, erzählt er. Nun im weisen Alter „verwurstelt“ er seine alten Theaterplakate und Anderes zu neuen Bild-Collagen. Übrigens pflegt HUS auch Comics als Steckenpferd – sein Humor ist ihm niemals abhanden gekommen. Seine letzte Ausstellung hatte er in der Berliner Galerie F92 im März 2019.

Kulturküche BohnsdorfDahmestraße 33, 12526 Berlin
+49 30 67 89 61 91 bohnsdorf(at)kulturring.berlin

Regionale Geschichten - Frische Luft. Jutet Wetter. Sonne scheint.

bis 16.4.2021

Bekanntes und Unbekanntes aus Marzahn-Hellersdorf und seinem Umland, entdeckt und fotografiert von Sebastian Bohne. Vernissage anlässlich der Langen Nacht der Bilder.
Eintritt frei

Im Kindesalter, mit Papas Praktica im schönen Harz unterwegs, begann Sebastian Bohnes Interesse für die Fotografie. Natürlich zog man die Negative damals noch selbst im heimischen Badezimmer auf Papier. Den Vergrößerer auf der Waschmaschine und in der Wanne reichlich Wasser zum Wässern des Papiers, ging es an die Arbeit. Stundenlang konnte dann niemand auf die Toilette... Nach einer kreativen Schaffenspause, in der Fahrräder, Mopeds und Autos wichtiger waren als die Fotografie, begann Bohne nach etlichen Jahren quasi noch mal von vorn: "Die ersten Digitalkameras lagen im Handel, und so verbrachte ich viel Zeit damit, Fotos zu machen, die erst an einem Computer zu Bildern wurden." Heute fotografiert Bohne wieder viel auf Film, also analog. Er misst Licht, stellt Blende und Verschlusszeit ein und entwickelt erneut im Badezimmer. Ebenso wie früher erstellt er Abzüge in der eigenen Dunkelkammer. Seine Digitalkameras verstauben jedoch nicht und werden, je nach Thema, eingesetzt. Die kleine Fotoreise, die Sie mit ihm erleben werden, umfasst ein recht breites Spektrum und soll Ihnen zeigen, welche Motive ihm in vielen, vielen Jahren und einigen tausend Kilometern vor den Sensor oder eben den Filmträger geraten sind.

MAXIE-Treff der WG Wuhletal eGMaxie-Wander-Straße 56/58, 12619 Berlin
+49 30 22 35 61 27 maxie-treff(at)kulturring.berlin

Wir waren Nachbarn - Biografien jüdischer Zeitzeugen

bis 31.12.2021

Biografische Ausstellung über die Lebensgeschichten ehemaliger jüdischer Bürgerinnen und Bürger aus Schöneberg und Tempelhof - Kooperationsprojekt des Vereins "Frag doch! Verein für Begegnung und Erinnerung", der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, des BA Tempelhof-Schöneberg und des Kulturring in Berlin e.V., Mo-Do sowie Sa und So 10 bis 18 Uhr, Begleitprogramm: www.wirwarennachbarn.de
frei


Rathaus SchönebergJohn-F.-Kennedy-Platz, 10825 Berlin

Abschied - Graphik und Collagen von Gisela Grade

bis 16.4.2021

Gisela Grade erinnert mit ihren künstlerischen Arbeiten an Menschen, die ihr im Leben sehr verbunden waren.
frei

Nach einer etwas längeren Pause entstand im letzten Jahr die Werkgruppe „Abschied“. Sie enthält zwölf collagierte graphische Arbeiten, mit denen ich an meine liebsten Menschen, die leider heute nicht mehr unter uns weilen, erinnern möchte. Gedanklich hat mich diese Thematik schon häufig beschäftigt und oft in mir eine schmerzliche Traurigkeit mit der Gewissheit ausgelöst, wie doch kaum spürbar und still einstige Freunde und Künstlerkollegen meiner Generation sich allmählich vom Leben verabschieden. Eine bekannte Malerin, Paula Modersohn-Becker, schrieb einmal: „Mein Leben ist ein Fest, ein kurzes, intensives.“ Ich möchte hierzu leicht abgewandelt sagen: „Das Leben! Ist ein Fest, ein Ganzes, Einmaliges, Unwiederbringliches.“ Deshalb sollten diese Blätter auch eine kraftvolle, starke Farbigkeit erhalten, damit die Freude und die Lust am Leben klar zum Ausdruck kommen kann. Die dargestellten Figuren in den Bildern sind in kleineren Gruppen angelegt; allerdings so, dass erkennbar bleibt, dass jede Figur am Ende allein für sich steht – ohne die Berührung einer anderen. Gisela Grade, im Dezember 2020

Studio Bildende KunstJohn-Sieg-Straße 13, 10365 Berlin
+49 30 553 22 76 sbk(at)kulturring.berlin

Graphik-Collegium Berlin e. V. - Jahresausstellung 2021

 
Zeit die fortschreitet, collagierte Radierung, 2020, 31 x 41cm, Abb.: Wilfried Habrich

22.04. bis 20.5.2021

Die Mitglieder des Graphik-Collegiums zeigen ihre neuesten Werke, aber auch ältere, noch nicht öffentlich präsentierte Arbeiten.
Eintritt frei

Es waren und sind ungewöhnliche, ja schwierige Zeiten: Regelmäßigen Werkstattbetrieb lässt die Pandemie nicht zu, das Drucken von Graphiken war den Künstler*innen nur sehr eingeschränkt möglich. Nicht jede*r hat ein Atelier, wo er*sie in Ruhe dem künstlerischen Schaffen nachgehen kann, und manche Arbeit ist in diesen Zeiten vielleicht am Küchentisch mitten im Familientrubel entstanden. Für die einen ergab sich die Gelegenheit, sich noch einmal mit früheren Arbeiten und Themen zu beschäftigen, für andere der Anlass, sich etwas Neuem zuzuwenden.

Studio Bildende KunstJohn-Sieg-Straße 13, 10365 Berlin
+49 30 553 22 76 sbk(at)kulturring.berlin

Illustrationen und Animationen aus den Jahren 2017-2020.

Aquarelle und anderes - Neues von den Mittwochsmalern


2. Internationale DaDa-Messe - Malerei, Zeichnung, Collage, Skulptur


Symmetrie verlassener Funktion


Kulturbundgalerie Treptow: 100 Jahre Groß-Berlin


Galerie im Club: ladies in jazz


Repression und sozialer Widerstand in Chile - gestern und heute


Feryel Atek: Schlafende Erinnerung / Sleeping memory


Bilder von Tatiana Kan


Harri Molkenthin: Graphikschau und Malerei


Galerie im Club: Handwerk im Fokus


Götz Badtke - Reliefs


Jonathan Rashad - Unfinished Stories: Injustice, Crisis and Revolution in Africa