Klaus Rähm - ZEITGEIST: Schrift Bilder Heute

bis 13.5.2020

Eine Ausstellung der etwas anderen Art, die sich mit der Schrift als elementaren Ausdrucksträger, mit der Anmut der Druckschriften in ihrer sinnlich wahrnehmbaren, visuellen Gestalt unserer Sprache befasst. Sie möchte neugierig machen und vor allem diejenigen erreichen, die sich von der Poesie der Schriftbilder angesprochen fühlen. Mit Ideenvielfalt, akribischer Sorgfalt und dem Mut zum experimentellen Gestalten werden die sorgsam ausgewählten Texte so in Szene »gesetzt«, dass ihre Inhalte über die typografischen Kompositionen ihre Entsprechung finden. Die gestalterische Umsetzung der »Unfrisierten Gedanken« von Stanislaw Jerzy Lemm sowie vieler anderer Aphorismen und Satiren namhafter Autoren aus verschiedenen Jahrhunderten und deren formal, durch den Gestalter mitunter überhöht interpretierte Bezugnahme zu realen Situationen unserer Gegenwart kann uns zum Schmunzeln verleiten oder auch nachdenklich werden lassen. Beides liegt in der Absicht des Künstlers. Der Besuch der Ausstellung wird, auch weil man die Stellungnahme des einfühlsamen Typografen und die Leidenschaftlichkeit im virtuosen Gebrauch seiner grafischen Ausdrucksmittel zu spüren glaubt, zu einem nachhaltig wirkenden Erlebnis dieser stillen Kunst.

Studio Bildende Kunst, John-Sieg-Straße 13, 10365 Berlin
+49 30 553 22 76, sbk@kulturring.berlin
geöffnet: Mo-Fr 10 bis 18 Uhr, Sa 14 bis 18 Uhr

Lea & Adrian. My needs exceed my skills.

bis 17.4.2020

Alles könnte auch anders sein. Wer in den Lea & Adrian Kosmos eintaucht, dem eröffnet sich ein ambivalenter, sinnlich und konzeptuell berückender Raum. Lea & Adrian leben und arbeiten zusammen in Berlin und der Schweiz, sie sind zwei Personen, aber eine künstlerische Position mit gemeinsamer Autorenschaft. „Es geht uns um das Sichtbarmachen von Spuren und Verhältnissen, im Detail wie im großen Zusammenhang der Welt. Spuren und Verhältnisse, die grundsätzlich kontingent sind – alles könnte immer und überall auch ganz anders sein.“ Lea & Adrian arbeiten mit Konstellationen aus Video, Foto, Zeichnung, Sound und Text. Die verschiedenen Medien und Werke kommentieren und relativieren sich gegenseitig und öffnen einen Möglichkeitsraum für die Rezipient*innen. Bedeutungen werden fließend, aber nie beliebig. In der Ausstellung begegnen uns abstrakte Strukturen und Materialitäten genauso wie verzaubert wirkende Alltagserscheinungen, aber auch die Fragen nach dem großen Ganzen. Eine blauviolett leuchtende Oberfläche lässt an ferne Planeten denken, Bäume schweben in Schieflage über Hausdächern. „Money is an extreme concept“ steht an einer Wand, an der es scheinbar um die Vision einer Welt nach der Knappheit geht. Was abstrakt klingt, kommt hier ganz sinnlich daher, und in vielen Arbeiten scheint auch eine hintergründige Komik auf, wie in einer Videoinstallation über die langsame Dekonstruktion eines Steinmännchens... My needs exceed my skills – Meine Bedürfnisse übersteigen meine Fähigkeiten.

GISELA-Freier Kunstraum Lichtenberg, Giselastraße 12, 10317 Berlin
+49 30 51656005
geöffnet: Di-Fr 12 bis 16 Uhr, Do bis 18 Uhr

Götz Badtke - Reliefs

25.4. bis 5.6.2020
Vernissage: 24.4., 19 Uhr
Laudatio: Gerhard Zaucker

Zur Schaffung seiner Reliefs verwendet Götz Badtke Platten aus Ton. Durch seine besondere Stauchtechnik entstehen Kunstwerke in einer für Keramik außergewöhnlichen Formsprache und Dimension, die eine Balance zwischen gestalterischem Einfluss und materialbedingter Willkür finden.

GISELA-Freier Kunstraum Lichtenberg, Giselastraße 12, 10317 Berlin
+49 30 51656005
geöffnet: Di-Fr 12 bis 16 Uhr, Do bis 18 Uhr

Wo Orpheus begraben liegt - Fotografie von Christian Muhrbeck, Texte von Ilija Trojanow

bis 30.4.2020

Wir zeigen Beispiele aus dieser Buchpublikation. Fotograf Muhrbeck und „Welten-Sammler“ Trojanow reisten jahrelang durch Bulgarien, um die Facetten des dortigen Lebens zu erkunden - zwischen archaischer Kultur, Postsozialismus und den Spannungen der jüngsten Vergangenheit. Gezeigt wird eine zu Europa gehörende Region, die bisher verborgen blieb. Bilder- und Erzählwelten verweben Reportage und Poesie miteinander. Christian Muhrbeck studierte Grafikdesign mit Schwerpunkt Fotografie an der Hochschule für Künste Bremen, lebt und arbeitet seit 1999 als freiberuflicher Fotograf in Berlin. Zu sehen sind auch Bilder anderer Fotoprojekte, z.B. aus Afrika. Schriftsteller Ilija Trojanow, geboren in Sofia, lebte in Nairobi, München, Bombay und Kapstadt. Er veröffentlichte etliche Romane und Reportagen.

Kulturküche Bohnsdorf, Dahmestraße 33, 12526 Berlin
+49 30 67 89 61 91, bohnsdorf@kulturring.berlin
geöffnet: Mo-Do 12 bis 18 Uhr und zu Veranstaltungen

Handwerk im Fokus

Fotografien von Klaus Schiebold, Mitglied im Colorclub Berlin-Treptow

bis 30.06.2020

Zum Handwerk in Deutschland zählen über 130 Berufe. Besondere Fertigkeiten, Kreativität und großes Engagement sind für diese Berufe unabdingbar. Die Leistungen der Handwerker werden millionenfach in Anspruch genommen. Handwerker stellen sich flexibel und kreativ in den Dienst ihrer Kunden und Auftraggeber. Die Bilder zeigen Handwerker in ihrem Arbeitsumfeld sowie die verwendeten Materialien und Werkzeuge; sie sollen eine Hommage an Schönheit, Kreativität und Wichtigkeit dieser Berufe sein.

Kulturbund Treptow, Ernststr. 14/16, 12437 Berlin
+49 30 536 96 534, KBTreptow@kulturring.berlin
geöffnet: Mo-Fr 10 bis 16.30 Uhr, Di bis 19 Uhr

Heike Pander: Reisebekanntschaften

6.4. bis 29.5.2020
Vernissage: 3.4., 19 Uhr
Laudatio: Alexander Bandilla

Heike Pander ist Künstlerin, Autorin und Ethnologin und dazu ein naturverbundener Mensch, der die Vielfalt auf dieser Erde liebt. Wann immer es ihr möglich ist, taucht sie ein in die natürlichen Lebensräume von Elefanten, Löwen, Wölfen, Hasen und Co. Fasziniert liest und deutet sie ihre Spuren auf ihren Wanderungen in der Wildnis ferner Länder, heimatlicher Landschaften oder Parks. Besonders die direkten Begegnungen berühren sie dabei tief. Sie befasst sich mit schwindenden Lebensräumen und dem Aussterben von Arten genauso wie mit Initiativen zu deren Erhalt. Die Künstlerin zeigt Porträts von Tieren und Affenbrotbäumen. Ihre Arbeiten sind teils Zeichnungen in Pastellkreide auf handgeschöpftem Papier aus Simbabwe, teils Radierungen und Aquatinta – entstanden in der Werkstatt für Künstlerische Lithographie in Berlin.

Kulturbund Treptow, Ernststr. 14/16, 12437 Berlin
+49 30 536 96 534, KBTreptow@kulturring.berlin
geöffnet: Mo-Fr 10 bis 16.30 Uhr, Di bis 19 Uhr

Virtueller Ausstellungsrundgang

Heinz-Hermann Jurczek: Remix-Paintings