„Der Name der Rose“ von Umberto Eco ist ein Buch über Bücher, über Bibliotheken und über Menschen, die sich in Bücher vertiefen. Ist Olga Ivanova solch ein Mensch? Willkommen beim Interview mit der Schauspielerin, die als Zweitbesetzung in „Der Name der Rose“ (Erstbesetzung: Jenny Löffler) im Kriminaltheater Berlin das namenlose Bauernmädchen spielt. Der Autor Umberto Eco über seinen Roman: „Die Idee zu dem Titel ‚Der Name der Rose‘ gefiel mir, denn die Rose ist eine Symbolfigur von so vielfältiger Bedeutung, dass sie fast keine mehr hat […] Ein Titel soll die Ideen verwirren, nicht ordnen“.
Greift die Inszenierung seitens des Kriminaltheaters Ecos eigenes interpretatorisches Verständnis auf? Wie weit bricht sie die „Rose“ als Symbol herunter oder fächert sie mit ihren Implikationen und Assoziationen auf? Ecos Roman erschien 1980. Der Film von Jean-Jacques Annaud mit Sean Connery als William von Baskerville kam 1986 in die Kinos. Olga Ivanova frage ich nach den aus ihrer Sicht einschlägigen Gründen für den internationalen Erfolg des Buches und seiner Verfilmung. Die gebürtige Russin (aus Tscheboksary, Republik Tschuwaschien) kam als Neunjährige nach Hessen. Seit 2020 lebt sie in Berlin. Olga ist an der Berliner Schule für Schauspiel ausgebildet, für Bühne und Film. Am Theater und auf der Leinwand wirkt sie in den unterschiedlichsten Rollen. Zwei Kinoproduktionen, bei denen sie jüngst zu sehen war: Als Emilia „In Search of the Dreamer“ und in „The Lost Dragonfly“ als Elisabeth. Oder als Miss Casewell im Kriminaltheater in der „Mausefalle“ von Agatha Christie. Als Dr. Mathilde von Zahnd in Dürrenmatts „Die Physiker“ auf der Neuen Bühne Friedrichshain und ebenfalls dort in Yasmina Rezas „Drei Mal Leben“ als Hannah.
Im Interview spüren wir dem Mysterium der Rose nach.
Mich beeindruckt, dass zu Olgas Können neben dem klassischen Bühnen-Fechten erklärtermaßen das Snowboarden und das Ukulele-Spiel gehört - und dass sie überdies die Qualifikation der Yogalehrerin erworben hat. Ob und wie sie wohl jemanden wie den gestrengen Bibliothekswächter Jorge im „Namen der Rose“ mit Yoga auflockern würde? Die Antworten bitte genießen und sich einen der nächsten Aufführungstermine im Kriminaltheater und im Kloster Chorin vormerken.
Interviewerin: Martina Pfeiffer
Nächste Termine: 22.04., 21.05., 29.05. und 30.05.2026. Inszenierung: Wolfgang Rumpf.
