Kulturnews

Ingo Knechtel:

Entsetzt

lese ich in diesen Tagen von Versuchen, rechte Politik in diesem Land wieder hoffähig zu machen, sie als bürgerlich zu bezeichnen. Enttäuschung schlägt bei manchen Bürgern offenbar in Gedankengut um, das längst überwunden schien. Und Gedanken folgte Handeln. Ein Freier Demokrat empfängt bereitwillig die Glückwünsche eines Faschisten für die gelungene Verhinderung eines linken Ministerpräsidenten. Vergleiche zur Vergangenheit drängen sich auf. In…

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Ein Eldorado für Alle - Medienpoint Crellestraße | Armin Hottmann im Gespräch mit Friederike Büchner

Fotos: Uwe Lauterkorn

Auch in der Crellestraße ist der Winter eingebrochen. Im dem großen Café an der Ecke sind alle Tische zusammengestellt und warten auf die erste Frühlingswärme. Ich habe mich heute mit Friederike Büchner im Medienpoint Crellestraße verabredet, um mehr über einen der acht Medienpoints des Kulturrings herauszufinden. Gerade als ich mich dem Laden nähere, kommt ein Fahrradfahrer mit einer kleinen Kiste an, um aussortierte Bücher dem Medienpoint zu…

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Hannelore Sigbjoernsen:

Medienpoint Pankow - Mehr als nur Bücher

Mitarbeiter beim Aufbau der Berlin-Datenbank; Fotos: Ingrid Landmesser

In 2021 kann der Medienpoint Pankow an der Ecke Senefelder-/Hiddenseer Straße in Prenzlauer Berg sein 20jähriges Jubiläum feiern. Die Idee, Bücher entgegenzunehmen und sie kostenfrei wieder abzugeben, hat sich als tragfähig erwiesen. Dieses Angebot wird besonders gern von jenen angenommen – und so war es von Beginn an konzipiert – denen ihr schmales Budget einen Buch- oder DVD-Neukauf kaum gestattet, die jeden Euro brauchen, um ihre Wohnung zu…

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Reno Döring:

Keine überholte Aufgabe

Fotos: Reno Döring

Am Vorabend des diesjährigen Internationalen Holocaust-Gedenktages am 27. Januar lud der Verein frag doch! Verein für Begegnung und Erinnerung e. V. gemeinsam mit dem Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg und dem evangelischen Kirchenkreis Tempelhof-Schöneberg zu einer Gedenkveranstaltung in die Apostel-Paulus-Kirche ein. Zur Erinnerung an den Tag der Befreiung von Ausschwitz wurde 2005 der 27. Januar von den Vereinten Nationen zum Internationalen Tag…

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Henrik Schwarz:

Geocaching-Challenge »karlshorst history« startet | 125 Jahre Karlshorst

Ein Challenge-Cache im Biesenhorster Sand; Fotos: Henrik Schwarz

Dieses Jahr wird Karlshorst 125 Jahre alt. Die Geschichtsfreunde Karlshorst im Kulturring Berlin e. V. beschäftigen sich seit ihrer Gründung im Jahr 2005 intensiv mit der Vergangenheit dieses wunderschönen Stadtteils und geben ihr Wissen weiter. Eine Vielzahl von Führungen, Vorträgen, Beiträgen in den KulturNews und anderswo, Büchern und Broschüren bis hin zu 14 Jahreskalendern sind so entstanden, fanden viel Anklang und trugen dazu bei, die…

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Ingo Knechtel:

Kennen Sie MAXIE?

Foto: Uwe Ehlert

Wenn Sie jetzt an Maxie Wander denken, sind Sie auf dem richtigen Weg. Mir fiel neulich bei einem Besuch im Medienpoint ihr sicher vielen bekanntes Buch in die Hände: „Guten Morgen, Du Schöne“. Die 1957 aus Wien nach Kleinmachnow übergesiedelte Schriftstellerin hatte mit der Veröffentlichung von Tonbandprotokollen von und über Frauen 1977 eine wichtige gesellschaftliche Debatte in der DDR losgetreten. Birgit Dahlke schrieb 2001 im „Freitag“ über…

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Der Kindermedienpoint - Ein verlässlicher Partner | Bernhard Korte im Gespräch mit dem Team des Spandauer Quartiersmanagements im Falkenhagener Feld

Fotos: Teichmann/Petroschka

Bernhard Korte: Seit wann wirkt das Quartiersmanagement Falkenhagener Feld (QMFF) im Spandauer Westen und mit welchem Auftrag?
QM-Team: Das Quartiersmanagement wirkt im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen und des Bezirksamtes Spandau und ist seit 2005 im Falkenhagener Feld in zwei Gebieten, QMFF Ost und West, präsent, in denen auch der Kindermedienpoint (KMP) aktiv ist.
B.K.: Wie lange…

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Dr. Heinz Schaffner:

Neues aus der Schreibwerkstatt Friedrichsfelde

Die „Schreibwerkstatt Friedrichsfelde“ bildet seit Mitte 2015 eine eigenständige Gruppe innerhalb des Kulturring in Berlin e. V. Sie ist aus dem zu diesem Zeitpunkt aufgelösten Lichtenberger Kulturverein e. V. hervorgegangen, in dessen Rahmen sie 1999 gegründet wurde, sie besteht also schon 21 Jahre. In ihr haben sich fünfzehn Laienautoren zusammengefunden, die Freude am Schreiben von kurzen Texten und Gedichten sowie am Vorlesen dieser Texte in…

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Wolfgang Schneider:

Berlin vor 100 Jahren - Das Ende eines Flugfeldes

Das Bild zeigt die „Hansa“, die zeitweilig in Biesdorf stationiert war. Sie war eigentlich länger als die Luftschiffhalle in Biesdorf, deshalb war sie auch in den Hallen in Johannisthal untergebracht. Für Ausbildungszwecke fuhren die Luftschiffe zwischen Biesdorf und Johannisthal hin und her. Die auszubildenden Luftschiffertrupps, zogen die Luftschiffe in die Halle bzw. holten sie heraus. Foto: Lot 3619-3 (LC-USZ62-15800) National Museum of the U.S. Navy

Friedrichsfelde-Karlshorst war zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch nicht Bestandteil Berlins, sondern eine selbstständige Landgemeinde im Kreis Niederbarnim. Der Ortsteil Karlshorst wurde für Berliner ein beliebter Siedlungsort. Doch mit den vielen Zuzügen wuchsen zwar die Ausgaben der Gemeinde für die Infrastruktur, aber nicht gleichzeitig die Steuereinnahmen. Ein Problem, das bis heute viele Gemeinden beschäftigt. Die Finanzierung der Gemeinde…

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Berlin zum Hundertsten | Das Kulturring-Projektteam findet sich

Wie in Heft Januar/Februar der KulturNews berichtet, hat die Teamfindung begonnen. Mitarbeiterin Dominique Fritzsche hatte Mitte Januar zu einem zweiten Treffen eingeladen. Dabei wurde wieder deutlich, wie spannend das Thema ist, wie aber gründlich darüber nachgedacht werden muss, was der Kulturring an Besonderem, an Originellem bieten kann, da die Medien die 100 Jahre Groß-Berlin schon jetzt übermäßig strapazieren. Mitarbeiter wie Mitgliedschaft…

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Ingo Knechtel:

Wir sind eins

– so könnte vielleicht das Motto lauten angesichts der mittlerweile 100 Jahre, auf die Berlin mit all seinen Bezirken als Großstadt zurückblickt. Berlin ist zwar noch viel älter, aber in seiner modernen Form existiert es seit der Gebietsreform von 1920. Und – wie wir alle wissen – war auch in den letzten 100 Jahren Berlin nicht immer eins. Es war geteilt durch Besatzungszonen nach 1945, dann schließlich durch eine Mauer nach 1961. Doch…

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Dagmar Gleim:

Berlins heterogenes Weichbild | Wie Berlin durch Eingemeindung von Stadt und Städtchen das wurde, was es heute ist

Foto: Uwe Lauterkorn

Berlin feiert 2020 ein Jahrhundertereignis. Acht Städte, 59 Landgemeinden und 27 Gutsbezirke wurden am 1.10.1920 zu „Groß-Berlin“ vereint. Quasi über Nacht wuchs die Stadt von 66 auf 878 Quadratkilometer Fläche an. Das damals frisch gegründete „Groß-Berlin“ hat dem heutigen Berlin seine Gestalt gegeben. Die Gründe dafür und die Fragestellungen, wie mit der neuen Großstadt umzugehen ist, weisen gewisse Ähnlichkeiten mit der heutigen Situation auf.…

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Dominique Fritzsche:

Jubiläum 2020 Berlin zum Hundertsten | Kulturring-Projektteam findet sich

Foto: Armin Hottmann

Die verfassungsgebende Preußische Landesversammlung verabschiedete am 27. April 1920 das Gesetz über die Bildung der neuen Stadt- und Einheitsgemeinde Berlin. Am 1. Oktober 2020 trat das sogenannte Groß-Berlin-Gesetz in Kraft. Dieses 1920 entstandene Stadtgebiet besteht nur mit wenigen Änderungen bis heute. Es umfasste acht Städte, 59 Landgemeinden und 27 Gutsbezirke mit einer Fläche von 878 Quadratkilometern und 3,8 Millionen Einwohnern. Somit…

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Astrid Lehmann, Ingo Knechtel:

Bilanz und Mitgliedervotum

Fotos: Felix Hawran

„Deutschland übergestern“, unter diesem Titel waren Fotografien zu radikalen Veränderungen am Arbeitsplatz nach der Wende in der Fotogalerie Friedrichshain zu sehen, als sich die Mitglieder des Kulturring zur Wahlversammlung am 2. Dezember trafen. Und vieles in dieser Ausstellung ließ die erschienenen Mitglieder dabei an die Arbeit des Kulturrings denken. Aus den Umbrüchen der Wendezeit entstanden, feierte er 2019 den 25. Jahrestag seines…

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Hannelore Sigbjoernsen:

Das war ein Fest!

Foto: Ingrid Landmesser

Mit viel Geschwätz und Gelärm verabschiedeten sich um die Mittagszeit am 6. November 2019 50 Viert- und Fünftklässler aus Hellersdorf und Prenzlauer Berg mit ihren bemalten Mauersteinen und -kartons unter den Armen und Sportrucksäcken auf dem Rücken im St.-Elisabeth-Stift Prenzlauer Berg voneinander, um wieder in ihre Schulen zu fahren. Das war ein Fest! Man hat gemeinsam die Mauer eingerissen!

Die Vorbereitungen dafür liefen seit dem Frühjahr…

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Petra Hornung:

Aktion – leere Sockel | Kunst-Klau-Report im Kontext temporärer Kunstprovokation

Bilder: Petra Hornung

Kunstdiebstahl hat es schon zu allen Zeiten gegeben. Der Verlust, besonders dann, wenn sich die Kunstwerke im öffentlichen Raum befinden und somit allen gehören, bedeutet auch den Verlust kultureller Teilhabe und kultureller Zeitzeugnisse. Die 100 Kilogramm schwere Goldmünze aus dem berühmten und hochgesicherten Berliner Bodemuseum, die mit einer Schubkarre wegtransportiert wurde, wird wohl nie wieder auftauchen. Das Grüne Gewölbe erstrahlt im…

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Hannelore Sigbjoernsen:

Résumé Themenmonat 30 Jahre Mauerfall

Foto: Armin Hottmann

Alle Anstrengungen haben sich gelohnt. Der Themenmonat war ein voller Erfolg. Nicht nur deshalb, weil keine Veranstaltung ausfallen musste oder „an den Baum ging“. Alle Projektbereiche haben mitgewirkt und vor allem viele Partner, die zuvor den Kulturring nicht oder kaum kannten, waren dabei und haben gemeinsam gewonnen. Der Verein und seine Partner sind auch ein Stück weiter in ihrer Wirksamkeit für die Öffentlichkeit gekommen.

Bei den…

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Ingo Knechtel:

Wundersame Entscheidungen in Marzahn-Hellersdorf

Foto: Uwe Lauterkorn

Da reibt sich der kulturell Interessierte im Bezirk Marzahn-Hellerdorf verwundert die Augen: Die Bezirkspresse berichtet Anfang des Monats Dezember unter der Schlagzeile „Kultureinrichtungen in Gefahr – Das Bezirksamt will Angebote in drei Häusern streichen“ („Die Woche“  vom 4.12. auf ­Seite 1). Dabei soll es sich um das Mahlsdorfer Kunsthaus Flora, die Galerie M in Marzahn und die Jugendkunstschule in Kaulsdorf handeln. Laut SPD-Fraktion in der…

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Ingo Knechtel:

Hart arbeitende Menschen

für die wollen Politiker von Trump bis Kramp-Karrenbauer immer wieder alles in ihren Kräften Stehende tun. Nehmen die tagtäglich hart arbeitenden Menschen ihnen das  allerdings ab? Worthülsen von Taten zu unterscheiden, ist sicher für viele oft kein Problem. Dennoch kommen mir angesichts von Zustimmungswerten und Wahlergebnissen Zweifel auf. Es ist schon wichtig, Politiker an ihren Taten zu messen, nicht auf Eigenlob und Manipulationen via…

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Ingo Knechtel:

Einer neuen Zeit Beginn | Ein Vierteljahrhundert Kulturring – Wir erinnern uns

Foto: P. Lorenz, Prof. Dr. Siegfried Streller, erster Vorsitzender des Kulturrings

„… einer neuen Zeit Beginn“ das waren die Anfänge des Kulturbunds, die demokratische Erneuerung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg stand auf der Tagesordnung, einen kulturellen Umbruch ganz grundlegender Art sollte von 1945 bis 1949 dieses Land erfassen. Hiefür gründete sich der Kulturbund, hatte seine Wurzeln unter anderem bei exilierten und wieder zurückgekehrten Intellektuellen, die zuvor schon am 1. März 1939 in London den Freien…

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