Kulturring bilanziert Arbeit und geht mit Ideen und Elan ins Jubiläumsjahr

Ein grauer Novembertag, der Winter sendet seine ersten kalten Grüße, und doch sollte es den Mitgliedern des Kulturring bei ihrer alljährlichen Versammlung warm ums Herz werden. Das waren jedenfalls die Hoffnungen und Erwartungen der zahlreich Erschienenen und auch all jener, die sich um die Vorbereitung dieses Höhepunkts im Vereinsleben gekümmert haben. Ganz bewusst hatte der Vorstand in diesem Jahr entschieden, sich nicht - wie bisher gewohnt - in den Räumen des Kulturbund Treptow in der Baumschulenweger Ernststraße zu versammeln, sondern die Mitglieder in die Fotogalerie Friedrichshain einzuladen. Sicher war es auch als eine Anerkennung für die Aufsehen erregende Arbeit der Galerie und seines Leiters Felix Hawran gedacht, denn nicht zuletzt wurde die traditionsreiche Fotogalerie im September vom Senat als herausragender künstlerischer Projektraum geehrt. Von der hohen Qualität der Arbeit überzeugten sich mit viel Interesse auch an diesem Abend die zur Versammlung erschienenen rund 50 Mitglieder.
Der Rahmen war also gesetzt, die Erwartungen hoch und die Frage sollte beantwortet werden: Wie sieht die Bilanz des vergangenen Jahres aus? Wie schätzen Vorstand und Mitglieder die Arbeit des Vereins ein? Welche Akzente will der Kulturring zukünftig setzen? Ausreichend Gesprächsstoff also, sollte man meinen. Der von der stellvertretenden Vorsitzenden Astrid Lehmann vorgetragene Bericht des Vorstands war betont nüchtern und sachlich. Da war die Rede von einer „Phase der Selbstfindung des Vorstands, die nun erreicht“ sei. Es wurde berichtet von den Mühen des Alltags, von den zahlreichen Besuchen der Vorstandsmitglieder bei den verschiedenen Interessengruppen und Freundeskreisen, um herauszufinden, wo deren Probleme liegen und wie ihre Arbeit noch besser unterstützt und ihre Wahrnehmbarkeit in der Öffentlichkeit erhöht werden kann. Deutlich zu spüren war also das Bestreben einer Hinwendung zu den Mitgliedern.

Aber ebenso die ständig wachsenden Anforderungen in der Projektarbeit - gerade auch im Zuge des Wechsels in der Geschäftsführung - bestimmte die Aufmerksamkeit des Vorstands im zurückliegenden Jahr. Dass dies auch wichtig war, zeigte ein Blick auf die Finanzen des Jahres 2017, der deutlich machte, dass Einsparungen und die Erschließung neuer Finanzquellen für den Verein geboten sind. Geschäftsführer Armin Hottmann sah sich also gleich zu Beginn seiner Amtszeit mehreren Herausforderungen für die zukünftige Projektarbeit des Vereins gegenüber. In seinen detaillierten Ausführungen vor den Mitgliedern wurde deutlich, dass nötige Entscheidungen getroffen wurden und auch neue Ideen zu neuen Finanzierungsmöglichkeiten führten und führen werden. Das betrifft zum Beispiel die in Arbeit befindliche Umwandlung der Galerie Ostart in der Giselastr. 12 - zugleich auch der Vorstandssitz des Vereins - in einen „Freien Kunstraum Lichtenberg“, zu dessen Gelingen das Bezirksamt einen finanziellen Zuschuss zu den Mietkosten in Aussicht gestellt hat. Einen weiteren Schwerpunkt stellt für den Verein die konzeptuelle Vorbereitung auf die zukünftige Arbeit im Kulturforum Hellersdorf nach dessen Sanierung ab Herbst 2019 dar.

Mit seiner reich illustrierten Präsentation gelang es dem Geschäftsführer, den anwesenden Mitgliedern die Arbeit in den Projektbereichen und den verschiedenen Einrichtungen des Kulturring näher zu bringen. Auch das ausgelegte Informationsmaterial gab ein lebhaftes Zeugnis von der Vielfalt des Vereinslebens. Damit war der Wunsch verbunden, immer mehr Brücken zwischen Projektarbeit im Rahmen der Arbeitsförderung und dem Vereinsleben in den Gruppierungen zu bauen, sich damit gegenseitig zu bereichern und die gemeinsamen Ziele besser zu verwirklichen.

Die Öffentlichkeitsarbeit nahm im Vorstandsbericht und auch in der Diskussion einen breiten Raum ein. Intensiv wird an einem neuen Internet-Auftritt gearbeitet, um - wie es im Bericht hieß - „die einzelnen Bereiche, Arbeitsergebnisse und Möglichkeiten des Mitmachens besser darzustellen und neue Interessenten und Partner zu gewinnen“. Deutlich wurde durch die Mitglieder die Erwartung geäußert, dass es für einen so gewichtigen Verein wie den Kulturring auch weiter essentiell ist, generationsübergreifend in der Öffentlichkeit für seine Angebote zu werben. Das sollte sowohl mittels traditioneller Druckerzeugnisse, aber auch durch eine verbesserte elektronische Verbreitung von Informationen über die sozialen Medien erfolgen. Über die Zukunft der KulturNews soll es eine Leserbefragung geben, die an diesem Abend im Kreise der anwesenden Mitglieder begonnen wurde.

Von Mitgliedern kam - unter Bezug auf die Aussage im Bericht, der Vorstand stünde noch am Anfang in seinen Überlegungen über die Rolle des Vereins in den aktuellen gesellschaftlichen Debatten unseres Landes - die Anregung, hier schneller zu reagieren. Es folgte der Antrag an die Mitgliederversammlung, der Kulturring möge sich der „Erklärung der Vielen“, die kleine und große Kultureinrichtungen unterzeichnet haben, anschließen. Darin verpflichten sich die Unterzeichner zum Engagement gegen Nationalismus und Intoleranz sowie für die Freiheit der Kunst. Der Antrag fand die einhellige Zustimmung der Anwesenden.

Zu erwähnen sind noch die vielen Gespräche am Rande und der Ausblick, den der Verein auf das kommende Jahr bot. Große Vorhaben werden in Angriff genommen, so ein Themenmonat zum 30. Jahrestag des Mauerfalls und zum 25. Kulturring-Jubiläum. Erfolgreiches soll weitergeführt werden, wie die Lange Nacht der Bilder in Lichtenberg, die kooperativen Geschichtsprojekte wie „Nachbarn“ im Rathaus Schöneberg, die Arbeit der Medienpoints und natürlich die breiten Möglichkeiten einer Mitarbeit in den vom Kulturring betreuten Einsatzstellen des Bundesfreiwilligendienstes. Vieles ist in Zusammenarbeit mit Partnern geplant, so zum Beispiel ein Projekt „Neue Heimat“ mit dem Jobcenter Reinickendorf. Ein von der Kulturbund-Präsidentin und bekannten Chansonsängerin Barbara Kellerbauer zum Abschluss intoniertes Lied begleitete die Mitglieder stimmungs- und erwartungsvoll auf dem abendlichen Heimweg.

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