Hoher Salon Marokko – Märchen ohne Ende

Hartmut Gering

Saisoneröffnung im orientalisch-afrikanischen Ambiente

Pünktlich zum Ferienende fiel am 24. August der Startschuss für die neue Saison der Salonveranstaltungen des Kulturrings in Berlin e.V. Gastgeberin Alina Martirosjan-Pätzold lud in den Saal der WBG „Humboldt-Universität“ zu einem marokkanischen Abend ein. Gestresst vom launischen Augustwetter, konnte sich jeder Heimkehrer aus sonnigeren Gefilden gleich beim Betreten des Saals wieder in Urlaubslaune versetzen lassen. Ausgestattet mit marokkanischen Lampen und Teppichen – gesponsert vom Laden „Mogador“ im Nikolaiviertel – sowie Bildern der Künstlerin Irina Weisel, vermittelte er einen Hauch von südländischem Flair.

Ein gut gewürztes marokkanisches Gericht, bestehend aus Hammelfleisch, Gemüse und Weizengrieß, genannt Kuskus, sowie eine köstliche Nachspeise – Joghurt mit Mangospalten, Mandelsplittern und Blütenhonig – stimmten die Salongäste auf die folgenden kulturellen Darbietungen ein.

Nach dem Verlöschen der Deckenbeleuchtung – jetzt kamen die originellen Tischlampen besonders gut zur Geltung – präsentierte der Künstler Ali Alassi musikalische Impressionen aus seiner Heimat, solo auf seiner Laute und mit Gesang. Fast unbemerkt vom Publikum trat der Märchenerzähler Idriss Al-Jay im traditionellen Gewand in das Geschehen ein und gab spannende marokkanische Geschichten von Land und Leuten zum Besten. Eine große Rolle spielte dabei die Stellung der Frauen in der historischen Entwicklung Marokkos. Gefragt waren auch die Zuhörer, sie konnten sich aktiv mit ihrem Wissen zum Land einbringen.

Die letzte kleine Erzählung zum Abschluss des Salons, nach lang anhaltendem Beifall, untermalte Ali Alassi leise mit Klängen, die alle Anwesenden nochmals in eine zauberhafte morgenländische Welt entführten. Nach dem rundum gelungenen Saisonauftakt können sich die Gäste schon auf den nächsten „Hohen Salon“ am 26. Oktober freuen. Dann präsentiert Alina Martirosjan-Pätzold Indien, ein nicht weniger exotisches Land.

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